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Springfrosch - Rana dalmatina

Springfrosch-Seitenansicht

Springfrosch aus dem Kottenforst bei Bonn (1981). Beachte das große Trommelfell und die spitze Schnauze. Foto: M. Schlüpmann.

Verbreitung

Springfrosch

In der niederrheinischen Bucht um Bonn und Köln sind Vorkommen des Springfrosches bekannt (Schlüpmann & Geiger 1998, 1999). In Westfalen wurden bislang nur Einzeltiere gefunden. Ein Einzelfund stammt aus Büren (Klewen 1981). Der Nachweis, der später nie durch neuere Funde bestätigt wurde, rechtfertigt es nicht, die Art als in Westfalen heimisch zu betrachten.
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Bestimmung

Zur Unterscheidung der drei Braunfrösche (Gras-, Moor- und Springfrosch) siehe Rundbrief Nr. 28 April 2005 (Bestimmungshilfen): Pdf-Datei hier laden ... [3.117 KB]

Springfrosch - Fersenprobe

Bei der Fersenprobe reicht die Ferse bis weit über die Schnauzenspitze hinaus. Foto: M. Schlüpmann.

Springfrosch-Bauchseite

Links: Die Unterseite ist nahezu weiß. Foto: M. Schlüpmann

Nachweise und ihre Dokumentation

Die meisten Meldungen von Springfröschen außerhalb dieses Areals in der Niederrheinischen Bucht hielten keiner Überprüfung stand. Verwechslungen mit Gras- und Moorfröschen sind nicht selten. Deshalb erscheint es bei Springfrosch-Nachweisen außerhalb der bekannten Verbreitung notwendig diese fotografisch zu dokumentieren. Fotos der Kopfregion, von oben und von der Seite (möglichst mit Trommelfell) sind hier am sinnvollsten. Die sogenannte Fersenprobe ist kein hinlängliches Merkmal. Bei solchen Springfrosch-Nachweisen sollte sich der Finder nach Möglichkeit mit mir oder anderen mit allen drei Braunfröschen vertrauten Herpetologen in Verbindung setzen. Undokumentierte und unbestätigte Nachweise werden wir nicht berücksichtigen.

Springfrosch-Männchen zur Laichzeit aus der Umgebung von Köln. Fotos: M. Schlüpmann.

Laichplatz

Springfrosch-Laichplatz

bei Köln

Laichplatz des Springfrosches westlich von Köln. Foto: M. Schlüpmann.

Laich

Springfrosch-Laich

Laichballen in typischer Art an Pflanzenstengel geheftet. Im Gegensatz zu Grasfrosch und Moorfrosch legen Springfrösche ihre Laichballen nicht in größeren Ansammlungen. Fotos: M. Schlüpmann.

Wissensstand

Durch die Untersuchungen von Blab (1986) im Kottenforst sind wir auch über die Populationsbiologie der rheinischen Vorkommen einigermaßen informiert. Untersuchungen im Drachenfelser Ländchen (Blab et al. 1991) haben einen hohen Anteil an Feldern und Wiesen im Bereich von Springfrosch-Vorkommen ergeben. Präferiert werden lichte, nicht zu feuchte Laubwälder und angrenzende frische Wiesen und Freiflächen. Seichte und besonnte Uferabschnitte in stehenden und langsam fließenden Gewässern dienen als Laichplätze (Blab et al. 1991).

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