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Rundbrief 41 - 2018

41/1 Albrecht Belz verstorben

Albrecht Belz 2004

Albrecht Belz 15.11.1942–10.12.2017

Albrecht Belz war ein „Urgestein“ der Faunistik und des Naturschutzes in unserem Land. Zeit seines Lebens war er seiner Heimat, dem Wittgensteiner Land (heute der Ostteil des Kreises Siegen-Wittgenstein) eng verbunden. Als solcher war er eigentlich auch kein Westfale, denn die Menschen im Wittgensteiner Land an der Südabdachung des Rothaargebirges sind eigentlich Hessen, wie Albrecht seinen westfälischen Kollegen manchmal erklärte. Jedenfalls war Albrecht Belz aufgrund seines breiten Fachwissens zur Flora und Fauna und seines langjährigen Engagements im regionalen Naturschutz bei vielen Fachkollegen in ganz Westfalen gut bekannt.

Sein Studium des Lehramtes führte ihn zur Universität Bonn. Seine Examensarbeit an der Universität Bonn schrieb er 1966 zur Farbgenetik der Hausmäuse. Nach dem Studium zog es ihn wieder ins Wittgensteiner Land. Hier unterrichtete er an der Realschule die Fächer Biologie, Chemie und Englisch. Lothar Bode schildert ihn als hoch engagierten Lehrer, der die Fächer mit großer Leidenschaft unterrichtete, insbesondere die Biologie („Er brannte für die Biologie“), und der es vermochte, mit seiner Begeisterung viele seiner Schüler anzustecken. Man spürt die Begeisterung in den Nachrufen zweier seiner Schüler (Matthias Mennekes, Lothar Bode) bis heute.

Er gehörte auch früh zur feldherpetologischen Kernarbeitsgruppe von Reiner Feldmann aus der dann der Arbeitskreis Amphibien und Reptilien Westfalen (heute NRW) hervorging und war natürlich auch beim ersten Arbeitskreistreffen in Menden vor mehr als 40 Jahren im Jahr 1978 dabei. In dieser Zeit um 1980 veröffentlichte er auch eine erste Herpetofauna des Kreises Siegen-Wittgenstein und beteiligte sich als Autor an der „Herpetofauna Westfalica“, die Reiner Feldmann 1981 herausgab.

Aber sein Fachwissen war nicht nur in der Herpetologie gefragt, er war auch bestens vertraut mit den Vögeln, Säugetieren, Insekten (insbesondere den Libellen) und der Flora seiner Heimat. Maßgebliche Beiträge, teilweise auch als Buch oder Monographie stammen aus seiner Feder und wenn man, mit dem äußersten Süden Westfalens nur wenig vertraut war, war er der erste Ansprechpartner. So zählte er in den 1980er und 90er Jahren eigentlich immer zu den bekanntesten und wichtigsten Mitgliedern verschiedener landesweiter Arbeitsgruppen.

Albrecht Belz war aber vor allem auch ein engagierter Naturschützer. Er gründete die erste Ortsgruppe des Deutschen Bundes für Vogelschutz im Kreisgebiet (später die Regionalgruppe Wittgenstein des NABU) und organisierte naturkundliche Exkursionen, die Analyse von Eulengewöllen und Arbeitseinsätze zur Anlage von Tümpeln, zur Pflege von Schutzgebieten und zur Öffnung von verschütteten Bergwerkstollen. Matthias Mennekes kann berichten, dass er der Motor der Aktivitäten war und viele Einsätze mit dem Belzschen Familienauto angesteuert wurden. Seine gleichfalls engagierte Frau Roswitha war oft dabei. Er war auch Gründungsmitglied des damaligen BNV (Bund für Naturschutz und Vogelkunde) und später dann langjähriger Vorsitzender und Vorstandsmitglied des daraus hervorgegangenen NABU-Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein.

Viele Projekte hat er initiiert und realisiert. Auch die Biologische Station des Kreises geht auf seine Initiative zurück. Bei Gründung des Trägervereins der Biologischen Station am 17.11.1989 wurde er auch zu einem der beiden stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und am 1.9.1990 nahm die Station bereits ihre Arbeit auf. Fast 16 Jahre engagierte er sich im Vorstand. Erst am 15.3.2006 schied er auf eigenem Wunsch aus. In all den Jahren profitierte die Biologische Station, so Michael Frede, sehr von seinem profunden Wissen.

Aber Albrecht Belz war auch ein sehr politischer Mensch und engagierte sich daher folgerichtig, jahrelang auch in der kommunalen Politik seines Kreises, wobei er auch hier für die Ziele des Naturschutzes engagiert eintrat. Bereits 1979 war er als stellvertretendes Mitglied im Landschaftsbeirat tätig. Er wurde Mitbegründer der Grünen in Siegen-Wittgenstein. In seiner Gemeinde Erndtebrück war er im Rat vertreten. Von 1984 bis 1999 gehörte er dem Kreistag Siegen-Wittgenstein an, wo er 1984-85 und 1996-97 auch Fraktionsvorsitzender seiner Partei war. In dieser politischen Funktion wurde er auch Mitglied des Ausschusses für Umwelt und Landschaftsschutz und des Ausschusses zur Förderung der Landwirtschaft, dessen Vorsitzender er von 1994-99 war. Auch im Sport- und im Rechnungsprüfungsausschuss war er Mitglied.

Von seinen Wegbegleitern wird Albrecht Belz als streitbarer Naturschützer geschildert, der Konfrontationen mit Widersachern nicht scheute und bei unsachlichen Anfeindungen verbal und mit spitzer Feder (z. B. in Leserbriefen) kontern konnte. Bei all dem war er sehr konsequent. Das Auto war nur Mittel zum Zweck. Lieber lief er, z. T. auch mit seinem Sohn Ingmar Langlauf oder nahm das Fahrrad. Einer von uns (M. S.) erinnert sich noch an einen Besuch zusammen mit Michael Bußmann bei ihm in den 1990er Jahren, bei dem wir aufs Fahrrad umgestiegen sind, um unsere Exkursionsziele zu erreichen.

An Mitte der 2000er Jahre litt er zunehmend unter gesundheitlichen Problemen. Er zog sich aus vielen Aufgaben und Funktionen zurück und es wurde still um ihn. Doch blieb er in unseren Erinnerungen lebendig und ist das bis heute. Er hat viel erreicht und vieles bleibt. Seine akribischen und wertvollen Publikationen dokumentieren die Natur seiner Heimat in den 1960er bis in die Jahre nach der Jahrtausendwende. Die von ihm gegründeten Naturschutzverbände führen sein Engagement und die Biologische Station seine Arbeit heute professionell fort. Dennoch vermissen wir ihn.

Nachrufe im Internet
Mennekes, M. (2017): Zum Tod von Albrecht Belz. – NABU Siegen-Wittgenstein. Online im Internet: https://www.nabu-siwi.de/wir-im-nabu/nachruf-albrecht-belz/
Frede, M. (2018). Albrecht Belz und die Biologische Station im Kreis Siegen-Wittgenstein. – Biologische Station Siegen-Wittgenstein. Online im Internet: http://biologische-station-siegen-wittgenstein.de/nachruf-fuer-albrecht-belz/
Bode, L. (2018): Erinnerungen an Albrecht Belz. – NABU Siegen-Wittgenstein. Online im Internet: https://www.nabu-siwi.de/wir-im-nabu/nachruf-albrecht-belz/

Weitere Quellen
Traueranzeigen Siegener Zeitung vom 30.12.2017 (Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen)vom 5.1.2018 (Landrat Andreas Müller für den Kreistag und den Kreis Siegen-Wittgenstein)
vom 6.1.2018 (Die Hinterbliebenen Roswitha und Ingmar Belz, Erndtebrück, Familie Ursula Schmale, Westerburg)vom 9.1.2018 (NABU-Kreisverband Siegen-Wittgenstein)

Anschrift:
Martin Schlüpmann, Hierseier Weg 18, 58119 Hagen; E-Mail: m.schluepmann@ish.de

Albrecht Belz mit NABU-Kindergruppe 2006

Schriften von Albrecht Belz

Cover des Libellenbandes von 2000

  • Belz, A. (1966): Die Farbgenetik der Hausmaus Mus musculus L. – Examensarbeit Bonn.
  • Belz, A. (1981a): 1980 – Zur Situation des Naturschutzes in Wittgenstein. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 45: 57-60.
  • Belz, A. (1981b): Die Lurche und Kriechtiere Wittgensteins. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 69: 143-162.
  • Belz, A. (1982a): Die Lurche und Kriechtiere Wittgensteins II. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 46: 17-24.
  • Belz, A. (1982b): Eisenbahneinschnitte als Amphibienlebensräume – mit einem Hinweis auf eine Kreuzkrötenpopulation (Bufo calamita Laurenti, 1768) im südwestfälischen Bergland. – Natur und Heimat 42 (1): 16-21.
  • Belz, A. (1983): Die Bärlappe, Schachtelhalme, und Farne Wittgensteins. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 47: 131-141.
  • Belz, A. (1984): Hausmaus – Mus musculus Linnaeus, 1758. In: Schröpfer, R., Feldmann, R.; Vierhaus, H. (Hrsg.): Die Säugetiere Westfalens. – Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde 46 (4): 252-258.
  • Belz, A. (1985): Der Neuntöter. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 49 (3): 102-104.
  • Belz, A. (2004): Sind Amsel, Drossel, Fink und Star weniger geworden? In: Burkardt, J.; Lückel, U. (Hrsg.): Aufsätze zu Geschichte und Naturkunde Wittgensteins. Eberhard Bauer zum 75. Geburtstag. – Kreuztal (###Verlag?): 21-27.
  • Belz, A. (1987): Die Libellen Wittgensteins. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 75 (Bd. 51 H. 2): 72-84.
  • Belz, A. (1988): Ein Massenschlafplatz der Bergfinken. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 52 (2): 58-59.
  • Belz, A. (1989): Die Libellen Wittgensteins. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 75 (Bd. 53 H. 4): 121-123.Belz, A. (1989): Die Verbreitung der Bärlappe in Wittgenstein. – Kratzdistel, Siegen (1/89): 61-66.
  • Belz, A. (1990a): Neuere Libellenbeobachtungen aus Wittgenstein. – Kratzdistel, Siegen (1/90): 67-68.Belz, A. (1990b): Neuer Libellenfund. – Kratzdistel, Siegen (2/90): 64.
  • Belz, A. (1991): Neuere Funde von Flachbärlappen Wittgenstein. – Kratzdistel, Siegen (2/91): 22-23.Belz, A. (1997): Fließgewässerlibellen in Wittgenstein. – Beiträge zur Tier- u. Pflanzenwelt d. Kreises Siegen-Wittgenstein Bd. 4: 43-51.
  • Belz, A. (1999a): Die Säugetiere Wittgensteins. Insektenfresser. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 54 (1): 8-15.
  • Belz, A. (1990b): Die Säugetiere Wittgensteins. Fledermäuse. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 54 (3): 98-115.
  • Belz, A. (1991): Die Säugetiere Wittgensteins. Hasentiere, Nagetiere. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 55 (2): 46-66.
  • Belz, A. (1992a): Die Säugetiere Wittgensteins. Raubtiere. – Wittgenstein 56 (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) (2): 38-57.Belz, A. (1992b): Die biologische Station Rothaargebirge. – Wittgenstein 56 (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) (3): 119-120.
  • Belz, A. (1993): Die Säugetiere Wittgensteins. Paarhufer. – Wittgenstein 57 (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) (3): 117-128.
  • Belz, A. (1994): Die Säugetiere Wittgensteins. Rotwild. – Wittgenstein 58 (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) (1): 2-19.
  • Belz, A. (1995): Die Säugetiere Wittgensteins. Muffelwild. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 59 (3): 114-126.
  • Belz, A. (2000): 2000 – Die Situation des Naturschutzes in Wittgenstein. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 64 (1): 21-24.
  • Belz, A. (2001): Unterirdische Bergwerke in Wittgenstein. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 65 (1): 2-13.
  • Belz, A. (2002): Unterirdische Bergwerke in Wittgenstein. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 66 (1): 2-16.
  • Belz, A. (2002): Unterirdische Bergwerke in Wittgenstein. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 66 (2): 61-75.Belz, A.; Radenbach, T. (2008): Historischer Bergbau in Wittgenstein. – Erndtebrück, 164 Seiten
  • Becker, W.; Belz, A.; Benfer, E.; Peter, A. (1983): Flora und Fauna im Puderbacher Tal. In: Wied, W. (Hrsg.): Puderbach im Wittgensteiner Land – Laasphe-Puderbach (Selbstverlag des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.): 13-22.
  • Belz, A. (2005): Neues aus Flora und Fauna. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 69 (1): 6-8.
  • Belz, A.; Fasel, P.; Peter, A. (1992): Die Farn- und Blütenpflanzen Wittgensteins. – Erndtebrück (Herausgeber: Naturschutzbund Deutschland, Kreisverband Siegen-Wittgenstein, Regionalgruppe Wittgenstein).
  • Belz, A.; Fuhrmann, M. (1995): Die Libellen des Kreises Siegen-Wittgenstein – Aufruf zur Mitarbeit. – Beiträge zur Tier- u. Pflanzenwelt d. Kreises Siegen-Wittgenstein 3: 64-70.
  • Belz, A.; Fuhrmann, M. (2000a): Libellen. – Beiträge zur Tier- u. Pflanzenwelt d. Kreises Siegen-Wittgenstein, Siegen 6: 82 S.
  • Belz, A.; Fuhrmann, M. (2000b): Die Libellen des Kreises Siegen-Wittgenstein. In: Schlüpmann, M. & G. Grüne (Red.): Beiträge zur Libellenfauna in Südwestfalen. – Der Sauerländische Naturbeobachter, Lüdenscheid 27: 45-48.
  • Belz, A.; König, H. (1983): Die Vogelwelt Wittgensteins. – Kreuztal (Hrsg. Wittgensteiner Heimatverein e. V. in Zusammenarbeit mit dem Bund für Naturschutz und Vogelkunde Siegen-Wittgenstein e. V.), 204 S.
  • Belz, A.; Mennekes, M. (1982): Ehemalige Bergwerkstollen für Fledermäuse gesichert. – LÖLF-Mitteilungen, Recklinghausen 7 (3): 46-47.
  • Belz, A.; Peter, A. (1983): Die Liliengewächse Wittgensteins. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 47: 3-9.
  • Belz, A.; Peter, A. (1984): Die Orchideen Wittgensteins. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 48: 46-52.
  • Feldmann, R.; Belz, A. (1981): Bergmolch – Triturus a. alpestris (Laurenti, 1768). In: Feldmann, R. (Hrsg.): Die Amphibien und Reptilien Westfalens. – Abhandlungen aus dem Landesmuseum für Naturkunde zu Münster in Westfalen 43 (4): 45-54.
  • Feldmann, R.; Belz, A.; Keller-Woelm, P. (1981): Teichmolch – Triturus v. vulgaris (Linnaeus 1758). In: Feldmann, R. (Hrsg.): Die Amphibien und Reptilien Westfalens. – Abhandlungen aus dem Landesmuseum für Naturkunde zu Münster in Westfalen 43 (4): 63-67.
  • Feldmann, R.; Belz, A.; Schlüpmann, M. (1981): Fadenmolch – Triturus h. helveticus (Razoumowsky, 1789). In: Feldmann, R. (Hrsg.): Die Amphibien und Reptilien Westfalens. – Abhandlungen aus dem Landesmuseum für Naturkunde zu Münster in Westfalen 43 (4): 58-62.
  • Schlüpmann, M.; R. Feldmann; Belz, A. (2005): Stehende Kleingewässer im Südwestfälischen Bergland: Charakteristik und Fauna am Beispiel der Libellen und der Wirbeltiere. In: Pardey, A. & B. Tenbergen (Hrsg.): Kleingewässer in Nordrhein-Westfalen. Beiträge zur Kulturgeschichte, Ökologie, Flora und Fauna stehender Gewässer. – Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde 67 (3): 201-222.

41/2 Ringelnattern

Von den Ringelnattern werden bei uns seit langem zwei Unterarten unterschieden, die östliche Nominatform (Natrix natrix natrix) und die westliche Barren-Ringelnatter (Natrix natrix helvetica). Mit der Aufwertung der Ringelnatter-Unterart zur Art Natrix helvetica im Jahr 2017 haben wir in NRW, wie überhaupt in weiten Teilen Westdeutschlands, ein großes Problem. Nach äußeren Merkmalen lassen sich viele Tiere bei uns nicht zuordnen. Eigentlich deuten die vielen Mischformen auf eine breite Übergangszone zweier Unterarten hin. Es scheint daher nicht sicher, ob es wirklich berechtigt ist, aus den Linien zwei Arten zu machen. Für die Praxis der Artenerfassung bedeutet das jedenfalls, dass in sehr vielen Fällen nur noch eine Zuordnung zum Paar Natrix natrix/helvetica möglich ist. Als solche werden wir die Funde immer dann erfassen, wenn eine eindeutige Bestimmung nicht möglich ist, was in weiten Teilen unseres Landes die Regel sein wird. Damit auch für die Online-Erfassungen ein Name für unsere Funde zur Verfügung steht, haben wir das Artenpaar im eigenen Fundmeldesystem aufgenommen und die zuständigen Kollegen von www.observation.org gebeten, zusätzlich dieses Artenpaar aufzunehmen. Das wurde auch bereits umgesetzt.

Barren-Ringelnatter Natrix (n.) helvetica

Barren-Ringelnatter Natrix (n.) helvetica

Dieses typisch gezeichnete Tier aus dem Siegerland wurde von W. Fellenberg zwischen Brachthausen und Kohlhagen gefunden (1970). Foto: Hans Grünwald.

Barren-Ringelnatter Natrix (n.) helvetica

Mülheim an der Ruhr

Mischform

Ringelnatter - Flankenzeichnung einer Mischform

nordwestliches Sauerland

Ringelnatter - Flankenzeichnungen

Zeichnungen von Mischformen der beiden Unterarten (aus Schlüpmann 1982a).

Ringelnattern (Nominatform) Natrix (n.) natrix

Natrix natrix Ringelnatter (Nominatform)

Brandenburg

41/3 Eine Bitte um Mithilfe!

Wir möchten ganz besonders all jene Personen, die 1978 und in den ersten Jahren bei einer der Arbeitsgruppen dabei waren, zu unserer vierzigjährigen Jubiläumsveranstaltung am 11.11. in Recklinghausen einladen. Leider wissen wir nur von einem Bruchteil der Mitarbeiter, ob und wo sie leben.
Daher bitten wir mit unserem Arbeitskreis Kontakt aufzunehmen:
Martin Schlüpmann, Hierseier Weg 18, 58119 Hagen
E-Mail an herpetofauna@ish.de
Vielleicht können wir ja den ein oder anderen wiederfinden.
Wer hat noch Fotos oder Dias aus den frühen Jahren des Arbeitskreises oder der regionalen und lokalen Aktivitäten (Amphibienschutz an Straßen, Tümpelbau, Entschlammungen, Kartierungen, Exkursionen)?

Anbei das alte Einladungsschreiben vom 8.12.1977.

41/4 Jubiläumstagung 11.11 – 40 Jahre Arbeitskreis

40 Jahre Arbeitskreis (gegründet am 7. Januar 1978)
Am 7. Januar 1978 trafen sich auf Einladung von Dr. Reiner Feldmann viele an der heimischen Herpetofauna interessierte Personen in Menden zum ersten Treffen des Arbeitskreises Amphibien und Reptilien Westfalen. Damals wurde die Erstellung eines Verbreitungsatlanten beschlossen, der 1981 als kleine, aber wegweisende "Herpetofauna" erschien. Wenig später im Mai 1978 gründeten einige Rheinländer eine vergleichbare Arbeitsgruppe. Der rheinische Atlas erschien 1983. Ab 1987 tagten wir gemeinsam und 1992 waren beide Arbeitsgruppen vereint. Von 1987-1992 wurden die beiden Arbeitsgruppen allmählich vereint.

Programm

10:00-10:05 Uhr Begrüßung durch Arno Geiger & Martin Schlüpmann

10:05-10:15 Uhr Grußwort des LANUV-Präsidenten Dr. Thomas Delschen

10:15-10:25 Uhr Grußwort des Präsidenten der Akademie für ökologische Landesforschung Prof. Dr. Rüdiger Wittig

10:25-11:10 Uhr Festvortrag Prof. Dr. Manfred Niekisch (Bad Homburg): Die frühen Wurzeln der Feldherpetologie: Rösel von Rosenhof.

11:10-11:50 Uhr Bruno Scheel (Schaumburg): Regenwasser- und Sedimentrückhaltung in den Forsten mit gleichzeitiger Förderung der Biodiversität

11:55-12:20 Uhr Dr. Maximilian Schweinsberg (Bochum) & Dr. Britta Kunz (Ennepetal): Kammmolch-Nachweise mittels eDNA: Erfahrungen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis

12:25-12:30 Uhr Kleines Preisquiz

12:30-14:00 Uhr Mittagspause

14:00-14:10 Uhr Moritz Specht (Münster): Untersuchungen zur räumlichen Habitatnutzung der Kreuzotter (Vipera berus L.) am Dortmund-Ems-Kanal (Kreis Coesfeld, NRW)

14:15-14:25 Uhr Vanessa Schulz (Braunschweig): Bsal und kein Ende: Die Ausbreitung einer Seuche

14:30-14:40 Uhr Ulrich Haese (Stolberg) & Martin Schlüpmann (Hagen): Die Zukunft hat längst begonnen: Neues aus den Online-Meldesystemen: herptofauna-nrw.de und nrw.observation.org.

14:45-15:45 Uhr Lassen Sie sich von dem bekannten Stimmenimitator Dr. Uwe Westphal (Hamburg) überraschen.

15:45-16:00 Uhr Wilfrid Loos (Kamen): 40 Jahre Arbeitskreis – Rückblick auf die Jahre des Beginns.

Ab 16:00 Uhr Gemütliches Beisammensein

Im Hintergrund Powerpoint-Präsentation mit Dokumenten und Fotos von früher

16:50 Uhr: Preisverleihung


Ab 17:00 Uhr Ausklang


Eine kleine Bilanz unserer Tagung

Es kamen mehr als erwartet. Wir konnten mehr als 90 Personen in den Räumen der NUA begrüßen.

Sehr erfreulich waren die beiden Grußworte. LANUV-Präsident Dr. Thomas Delschen stellte bereits bei der Begrüßung morgens erfreut fest, dass doch erstaunlich viele gekommen waren, darunter auch viele junge Leute. Er hat das dann auch sehr spontan in sein Grußwort eingebaut. In seinem Grußwort stellte der die langjährige gute Zusammenarbeit von Arbeitskreis und LANUV heraus. Sehr nett war auch die Ansprache unseres Akademiepräsidenten Prof. Dr. Rüdiger Wittig, der sich gleichfalls über die vielen jungen Gesichter gefreut hat. Wir sind derzeit die aktivste und erfolgreichste Projektgruppe der Akademie. Prof. Wittig, eigentlich Geobotaniker und Ökologe, zeigte seine persönliche Verbundenheit mit Lurchen und Kriechtieren. In seiner Jugend in Herne hatte er selber Molche und Frösche gefangen. Das war mit ein Grund, warum er sich für die Biologe enstschieden hat.

Prof. Dr. Manfred Niekisch - u. a. Mitglied des Sachverständigenrates für Umweltfragen - berichtete in seiner Festrede über Rösel von Rosenhof (1705-1759), eine der bemerkenswertesten Persönlichkeiten unter den Naturkundlern des 18. Jahrhunderts, und seine Bedeutung für die Zoologie und im Besonderen für die Herpetologie. Rösel von Rosenhof war einer der ersten Naturkundler, die auch im Freiland Tiere systematisch beobachteten, um etwas zu ihrem Leben herauszufinden. Manfred Niekisch hat das Leben des Ausnahmetalentes und die herausragenden Leistungen, die bis heute begeistern, anschaulich und lebensnah vermittelt und hat es hervorragend geschafft, die Brücke zur Jetztzeit und unsere heutige Feldherpetologie zu schlagen.

Die Fachvorträge waren alle sehr gut und angemessen und haben auch ein Spektrum unserer Mitarbeiter und unserer Tätigkeit geboten. Zum einen, echte Praktiker, zum anderen anspruchsvolle Naturwissenschaftler und wieder einige Nachwuchs-Herpetologen. Ein Ziel des Arbeitskreises ist es diese unterschiedlichen Menschen zusammenzubringen. Bruno Scheel vom NABU Niedersachsen machte deutlich mit welche einfachen Maßnahmen Amphibien im Forst geholfen werden kann. Dr. Britta Kunz von der Biologischen Station des Ennepe-Ruhr-Kreises und Dr. Maximilian Schweinsberg von der Ruhr-Univ. Bochum berichteten über die Möglichkeit und die Ergebnisse des Kammmolch-Monitorings durch eDNA (enviromental DNA). Moritz Specht von der Universität Münster untersuchte im Ramen seiner Bachelorarbeit die räumliche Habitatnutzung der Kreuzotter am Dortmund-Ems-Kanal. Vanessa Schulz von der TU Braunschweig arbeitet über die Ausbreitung von Batrachochytrium salamandrivorans, eine Hautpilzerkrankung bei Schwanzlurchen, insbesondere Feuersalamandern und berichtete über den aktuellen Stand der Forschung. Ulrich Haese berichtete über die beiden Fundmeldesysteme und die dabei erzielten Ergebnisse.

Herr Dr. Uwe Westphal - Biologe und begnadeter Stimmenimitator - hat gehalten, was wir uns von ihm versprochen hatten. Er beherrscht nicht nur viele Vogelstimmen, er schafft es auch die meisten Froschlurche täuschend echt zu imitieren und kann stets auch Hintergründe und nette Geschichten dazu erzählen. Ich denke, er hat jeden im Publikum begeistert. Und, sicher hat er auch ein paar neue Fans bekommen.

Das Quiz und die Verlosung waren auch gut angekommen und hat alles etwas aufgelockert, auch wenn längst nicht alle den Mut hatten mitzumachen. Zu gewinnen waren acht attraktive Fachbücher (zwei gespendet) und drei USB-Sticks. Außerdem steurte Dr. Wesphal zwei seiner CDs bei. Das Quiz hatte es in sich. 16 Fragen waren zu beantworten und 21 Punkte hätten maximal erreicht werden können. Das durchschnittliche Antwortniveau lag bei 54 %, die Spanne reicht von 5,5 bis zu 18 Punkten. Der Gewinner war Christian Höppner vom NABU Niedersachsen. Auch ein zweiter und dritter Preis wurde vergeben. Die übrigen Preise wurden dann unter allen Teilnehmern des Quizes ausgelost.

Wilfrid Loos war bereits vor 1978 als Terrarianer, Kartierer und Naturschützer im "Feldmann-Team" dabei und hatte daher auch bereits am Gründungstreffen des Arbeitskreises am 7.1.1978 teilgenommen. In seinem Vortrag warf er einen Blick zurück auf die Jahre vor 1978 und die ersten Jahre des Arbeitskreises. Die Geschichte des westfälischen Arbeitskreises reicht bereits weit bis 1964 zurück: das sogenannte Kernarbeitsteam um Reiner Feldmann. Im Rheinland gab es vor 1978 keine vergleichbaren Aktivitäten. Was Wilfrid Loos erzählte, hat bei denen, die dabei waren, einige Erinnerungen an diese frühen Jahre geweckt. Die Begeisterung, die wir damals empfunden hatten, zum einen, Gleichgesinnte gefunden zu haben und zum anderen an einem Pionierprojekt mitarbeiten zu können, lässt sich schwer beschreiben. Wilfrid Loos hat diese Zeit wieder lebendig werden lassen.

Begrüßung, Gruß- und Festredner

Mitarbeiter der ersten Stunde

Referenten

Informative Unterhaltung mit Dr. Westphal

Mehr als 90 Teilnehmer

Quiz und Verlosung

41/5 Grasfrosch-Tagung in Münster

Grasfrosch-Paar

Für das Jahr 2018 hat die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) den Grasfrosch zum Lurch des Jahres gewählt. Traditionsgemäß wird dazu wieder eine internationale Fachtagung stattfinden, auf der herpetologisch Interessierten, behördlichen und ehrenamtlichen Naturschützern sowie Wissenschaftlern die Möglichkeit geboten wird, ihre Untersuchungsergebnisse und Naturschutzprojekte, vorzustellen und mit Fachleuten und Kollegen/-innen zu diskutieren. Die Vortragssprache wird deutsch sein, für Gäste aus dem nicht deutschsprachigen Ausland sind selbstverständlich auch englischsprachige Beiträge möglich.

Ziele/Schwerpunkte der Tagung
Verbreitung des Grasfrosches
Neue Erkenntnisse zur Biologie, Ökologie und Systematik
Monitoring, Langzeituntersuchungen und Bestandssituation
Schutzkonzepte und Schutzmaßnahmen, Amphibienschutz an Straßen

Veranstalter:
DGHT-AG Feldherpetologie und Artenschutz

in Kooperation mit
dem LWL-Museum für Naturkunde,
dem Arbeitskreis Amphibien und Reptilien Nordrhein-Westfalen
dem Zoologischen Institut der Technischen Universität Braunschweig sowie
dem NABU-Bundesfachausschuss für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik


Leitung:
Arno Geiger (Recklinghausen)
Dr. Andreas Kronshage (Recke)
Martin Schlüpmann (Hagen)
Miguel Vences (TU Braunschweig)


Programm:

Freitag, 23.11.2018
Ab 19:00
Begrüßungsabend und gemütliches Kennenlernen
im LUX (Bar, Lounge)
Domplatz, direkt neben dem LWL Museum für Kunst und Kultur


Samstag, 24.11.2018

Tagungsort: LWL Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10, 48143 Münster

Block 1: Neue Erkenntnisse zur Biologie, Ökologie und Systematik

Hinweis
die Buchhandlung Chimaira aus Frankfurt/M. ist nur am Samstag anwesend.

9:30 Eröffnung des Tagungsbüros

10:00-10:10 Begrüßung und Einführung in die Tagung: Arno Geiger, Andreas Kronshage, Martin Schlüpmann, Miguel Vences

10:10-10:40 Axel Kwet: Der Grasfrosch – Lurch des Jahres 2018

10:40-11:20 Kurt Grossenbacher: Der Grasfrosch als Grenzgänger: Habitatvielfalt, ökologische Anpassungen und Verhaltensweisen des Grasfrosches in Europa

11:20-11:55 Miguel Vences: Der Grasfrosch – eine genetisch hochvariable Modellart zur Untersuchung von Phylogeographie und lokaler Anpassung

11:55-12:25 Alexandre Flesch: Habitat preferences of brown frogs (Rana spp.) in relation to environmental characteristics along urban gradients

12:25-13:25 Mittagspause

13:25-13:55 Carolin Dittrich: Der Grasfrosch im Steigerwald – Zusammenfassung aus 15 Jahren Forschung

13:55-14:25 Stephanie Niemeier: Einfluss zunehmender Urbanität und Landwirtschaft auf die Morphologie von Amphibien am Beispiel des Grasfrosches

14:25-15:00 Julian Glos: Wie variabel können Grasfrösche auf Veränderungen der Umwelt reagieren? – Nahrung und phänotypische Plastizität des Verdauungstraktes

15:00-15:30 Katharina Ruthsatz: Wie variabel können Grasfrösche auf Veränderungen der Umwelt reagieren? – Temperatur und phänotypische Plastizität des Verdauungstraktes

15:30-16:00 Uwe Manzke, Frank Mutschmann & Gunda Thöming : Grasfrosch und Blutegel

16:00-16:30 Konrad Kürbis: Und sie zählen doch – Zur Ökologie juveniler Grasfrösche

16:30-16:45 Uwe Manzke & Gunda Thöming: Clutch-Piracy (Laichdiebstahl)

16:45-17:15 Kaffeepause

17:15-17:30 Poster-Präsentationen
Wolf Große: Verbreitung und Ökologie einer Grasfroschpopulation im Stadtgebiet von Halle (Saale)
Peter Kaufmann: Der Grasfrosch (Rana temporaria) im österreichischen Bundesland Salzburg
Norbert Menke, John Kirchner, Christian Göcking: Aktuelle Daten zum Vorkommen des Grasfrosches auf dem Stadtgebiet von Münster

17:30-19:30 Öffentliche Mitgliederversammlung des AK Feldherpetologie & Artenschutz, Bekanntgabe des Amphib/Reptil des Jahres 2019

Ab 20:00 Gemütliches Zusammensein
im Cafe Med, Hafenweg 26 a, 48155 Münster
Tel. 0251-6749595


Sonntag, den 25.11.2018


Tagungsort: LWL Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10, 48143 Münster

Block 2 Verbreitung des Grasfrosches
Block 3 Monitoring, Langzeituntersuchungen und Bestandssituation
Block 4 Schutzkonzepte und Schutzmaßnahmen

9:00 Eröffnung des Tagungsbüros

9:30-10:00 Martin Schlüpmann: Der Grasfrosch in Deutschland

10:00-10:15 Elmar Schmidt: Grasfrosch: Verbreitung und Klimadaten in Köln

10:15-10:45 Andreas Kronshage: Gewässer ohne Wasser – Lokale Gefährdung von Vorkommen des Grasfrosches (Rana temporaria) im Berg- und Tiefland von Nordrhein-Westfalen

11:45-11:10 Lutz Dalbeck, Joyce Janssen & Sophie Luise Vöslgen: Des Grasfrosch`s bester Freund

11:10-11:40 Kaffeepause

11:40-12:00 Biggi Bender: Langjährige Beobachtungen von Grasfrosch-Populationen in Bielefeld

12:05-12:30 Martin Kyek: Der Grasfrosch im Land Salzburg, 83% Rückgang in 20 Jahren - Quo Vadis?

12:30-12:55 Klaus Henle, Aliénor Jeliazkov, Tina Effenberger & Vladimir Vershinin: Klima-Effekte auf die Landnutzung von Amphibien-Populationen – eine Langzeitstudie aus Yekatarinenburg /RUS

12:55-13:15 Ulrich Scheidt: Eine Froschjagd von 1889 – und was sie uns heute (vielleicht) zu sagen hat

13:15-13:45 Abschlußdiskussion

Ende der Tagung
(gepl. gegen 14:00)


Kontakt:

Arno Geiger
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW
Postfach 101052
D-45610 Recklinghausen
E-Mail: Arno.Geiger@lanuv.nrw.de
02361 3053208

Dr. Andreas Kronshage
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Museum für Naturkunde
Außenstelle Heiliges Meer
E-Mail: Andreas.Kronshage@lwl.org
Bergstr. 1
49509 Recke
Tel.: 05453 99660
Fax: 05453 99661

Martin Schlüpmann
Arbeitskreis Amphibien und Reptilien Nordrhein-Westfalen
Hierseier Weg 18
58119 Hagen
E-Mail.: herpetofauna@ish.de
Tel.: 02334 45812
dienstl. 0208 4686093

Prof. Dr. Miguel Vences
Zool. Institut Technische Universität Braunschweig
Evolutionsbiologie
Mendelsohnstraße 4
38106 Braunschweig
E-Mail: m.vences@tu-braunschweig.de
Tel: +49 531 3913237
Fax: +49 531 3918198

41/6 Fachtagung zum Kalikokrebs in Karlsruhe

07.12.2018
Management des invasiven Kalikokrebses zum Schutz von Amphibien und Libellen in Kleingewässern

Das Institut für Biologie und Schulgartenentwicklung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PH) führt im Rahmen des von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg geförderten Projekts „Management des invasiven Kalikokrebs zum Schutz von Amphibien und Libellen in Kleingewässern“ die erste Fachtagung zum invasiven Kalikokrebs durch.

Im Rahmen der Fachtagung sollen drei Schwerpunkte in den Fokus gefasst werden
• die Biologie des Kalikokrebses
• seine Wirkung auf Lebewesen in Kleingewässern
• die Chancen für das Management der Art
Für die drei Schwerpunkte kommen Fachreferenten aus verschiedenen Bereichen zu Wort und setzen Impulse für Diskussionen. Gleichzeitig bietet die Tagung eine Plattform für den fachlichen Austausch und Anregungen für die Naturschutzarbeit vor Ort.

Anmeldung
Interessentinnen und Interessenten werden gebeten, sich bis spätestens 04.12.2018 via E-Mail unter
kaliko(at)ph-karlsruhe.de
beim Institut für Biologie und Schulgartenentwicklung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe anzumelden. Geben Sie bitte Ihren Vor- und Zunamen, Institution und Anschrift an. Bitte lassen Sie uns wissen, ob Sie an der Exkursion ins Projektgebiet am Samstag teilnehmen wollen.

Exkursion
Für Interessierte besteht die Möglichkeit, am Samstag, 08.12.2018, von voraussichtlich 10-12 Uhr, das Projektgebiet in Rheinstetten zu besichtigen.
Dort werden die konkreten Auswirkungen des Kalikokrebses auf Kleingewässer gezeigt sowie unsere praktischen Managementansätze vor Ort präsentiert.

Tagungsgebühr
Aufgrund einer Projektförderung durch die Stiftung Naturschutzfonds ist die Teilnahme an der Tagung gebührenfrei.

Weitere Informationen
finden Sie unter:
https://www.ph-karlsruhe.de/institute/ph/institut-fuer-biologie-und-schulgartenentwicklung/kalikokrebstagung/

Letzte Änderung am Donnerstag, 4. Juli 2019 um 21:27:19 Uhr.

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