Literaturhinweise für Feldherpetologen und Naturschützer 

aus den Rundbriefen 17-30

Oktober 2000-Januar 2006

letzte Aktualisierung: 14.01.2007

Inhalt

Rote Liste von Nordrhein-Westfalen

aus Rundbrief Nr. 17 Oktober 2000

Der Kammmolch - ein Wasserdrache in Gefahr

Kinderbroschüre zum Laubfroschschutz in Nordrhein-Westfalen

Merkblatt zum Amphibienschutz an Straßen - MAmS

Baumaterialien für den Amphibienschutz an Straßen

Amphibienfauna des Kreises Höxter

aus Rundbrief Nr. 18 März 2001

LÖBF-Schwerpunktheft Laubfroschschutz

Tagungsband Libellen in Südwestfalen

aus Rundbrief Nr. 19 März 2001

Amphibien und Reptilien im Kreis Euskirchen

Die Waldeidechse - eine Erfolgsgeschichte

Smaragdeidechsen-Monographie

aus Rundbrief Nr. 20 - März 2002

Band der Kammmolchtagung 2000 in Rostock

Atlas der Herpetofauna von Österreich

Amphibien und Reptilien Ob- und Nidwalden (Schweiz)

„Wildnis Wuppertal“

Umweltpädagogik versus Artenschutz

aus Rundbrief Nr. 21 - Oktober 2002

Amphibien am Gartenteich

Draco-Sonderheft "Einheimische Amphibien"

Naturverträgliche Mähtechnik

Orientierung mit Karte, Kompaß, GPS

Neue Beihefte der Zeitschrift für Feldherpetologie

Die Gelbbauchunke - von der Suhle zur Fahrspur

Die Kreuzotter - ein Leben in festen Bahnen?

 

aus Rundbrief Nr. 22 - April 2003

Tagungsband Geburtshelferkröte

Untersuchungen zur Ökologie der Ringelnatter

Materialien der AGARD

aus Rundbrief Nr. 23 - Oktober 2003

Monografie über die Schlingnatter Coronella austriaca

Atlas der Amphibien Sachsens

aus Rundbrief Nr. 25 - Juni 2004

Schwanzlurch-Bände des Handbuches

Tagungsband zum Technischen Amphibienschutz

Die Zauneidechse - zwischen Licht und Schatten

aus Rundbrief Nr. 26 - Februar 2005

Die Tiere und Pflanzen des Morsbacher Berglandes

Der Laubfrosch - ein König sucht sein Reich

Die Amphibien und Reptilien in Dortmund 1980-2004

Lebensräume und Arten der FFH-Richtlinie in NRW

Der Europäische Laubfrosch

aus Rundbrief Nr. 30 - Januar 2006

Die Lurche und Kriechtiere Sachsen-Anhalts

Der Feuersalamander

Bioakustik der Froschlurche

Verhalten der Zauneidechse

Reprint der „Synopsis Reptilium“ von Laurenti 1768

Amphibien und Reptilien im Kreis Borken

Tagungsband zur Amphibien-Tagung 2004 in Quakenbrück

Kleingewässer in Nordrhein-Westfalen

Die westpaläarktischen Wasserfrösche

Leben am Limit - Die Kreuzkröte

Soeben erschienen: Praktische Kleingewässerkunde

 

Rote Liste der gefährdeten Lurche und Kriechtiere von Nordrhein-Westfalen

Schlüpmann, M. & A. Geiger (1999): Rote Liste der gefährdeten Kriechtiere (Reptilia) und Lurche (Amphibia) in Nordrhein-Westfalen. In Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung u. Forsten/Landesamt f. Agrarordnung Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Rote Liste der gefährdeten Pflanzen und Tiere in Nordrhein-Westfalen. – LÖBF-Schriftenreihe, Recklinghausen 17: 375-404.  

Wer die gesamte Rote Liste der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten unseres Landes haben möchte, kann sie ... bei der Werkstatt Förderturm, Hubertusstraße 35b, 45657 Recklinghausen (Fax 02361/186182) bestellen (Preis 49,80 DM + Versandkosten).

Die Rote Liste der Pflanzen und Tiere von Nordrhein-Westfalen (auch der Kriechtiere und Lurche) ist auf der LÖBF-Homepage online (pdf-Dateien) verfügbar.

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aus Rundbrief Nr. 17 - Oktober 2000:

Der Kammmolch – Ein Wasserdrache in Gefahr

Als Beiheft der Zeitschrift für Feldherpetologie ist soeben Band Nr. 1 erschienen.

Das Buch ist ein Muss für alle Feldherpetologen und mit dem Schutz der Amphibien befassten Personen!

Es behandelt die vier nah verwandten europäischen Kammmolcharten Triturus cristatus, T. carnifex, T. dobrogicus und T. karelinii, schwerpunktmäßig aber den bei uns verbreiteten T. cristatus.

Autoren sind unsere beiden Arbeitskreismitarbeiter B. Thiesmeier und A. Kupfer.

Ein Vergleich der neuen Reihe mit der Neuen Brehm-Bücherei drängt sich auf, doch werden hier sehr viel stärker inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Feldherpetologen werden dabei gut bedient. Im ersten Band sind es vor allem 5 Themen, die behandelt werden:

1.       Systematik, Verbreitung und Lebensräume

2.       Der Lebenszyklus

3.       Balz und Paarung

4.       Populationsökologie

5.       Gefährdung und Schutz

Der Band umfasst 158 S., 23 Tab., 70 Abb. und 4 Farbtafeln, Er kann (ohne Versandkosten!) für 39,80 DM beim Laurenti-Verlag, Diemelweg 7, 33649 Bielefeld; Tel. 05241/96193-03, Fax 05241/96193-04 bestellt werden. Beim Abo der Beihefte (die nächsten Hefte behandeln die Smaragdeidechsen und die Waldeidechse; weitere sind in Planung) kostet das Heft 34,80 DM. Weitere Infos auch zu den anderen Verlagsprodukten sind unter www.laurenti.de  erhältlich.

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aus Rundbrief Nr. 17 - Oktober 2000:

Kinderbroschüre zum Laubfroschschutz in NRW

Alarm im Laubfroschreich – Fünf Freunde suchen ein neues Zuhause, Hrsg. durch die LÖBF NRW (2000), Bezug (kostenlos): Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung u. Forsten/Landesamt f. Agrarordnung Nordrhein-Westfalen, Dezernat Öffentlichkeitsarbeit, Castroper Str. 30, 45665 Recklinghausen.

In Ergänzung zu dem gemeinsamen Naturschutzprojekt zur Rettung des Laubfrosches im Münsterland (Kooperationsprojekt „Ein König sucht sein Reich“) ist nun eine Kinderbroschüre erarbeitet worden. Sie richtet sich an Kinder und Jugendliche und stellt ihnen die gar nicht so einfachen Ansprüche des Laubfrosches (Lars Laubfrosch) und seiner Freunde: Götz Grasfrosch, Kai Kiebitz, Nina Nachtigall und Lilli Libelle an ihre Land- und Wasserlebensräume dar. Denn sie alle werden aus ihrem angestammten Reich vertrieben und suchen ein neues Zuhause – ein langer lehrreicher Weg, wobei die sehr unterschiedlichen Lebensraumansprüche dieser Arten kindgerecht vorgestellt werden. Zum Schluß gilt es noch ein paar Rätsel zu lösen. Viel Spaß beim Lesen.

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aus Rundbrief Nr. 17 - Oktober 2000:

Merkblatt zum Amphibienschutz an Straßen (MAmS)

Endlich ist das neue Merkblatt zum Amphibienschutz an Straßen (MAmS) erschienen. Die MAmS ist das technische Standardwerk zum Amphibienschutz an Straßen.

Es ist von dem Bund-/Länderarbeitskreis „Amphibienschutz“ des „Bund-/Länderausschusses Landschaftspflege und Naturschutz im Straßenwesen unter Mitarbeit einiger Naturschutzverwaltungen der Länder aufgestellt und vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (Abteilung Straßenbau, Straßenverkehr) herausgegeben worden. Es ersetzt das MAmS, Ausgabe 1987, und soll bei allen zukünftigen Straßenbaumaßnahmen an klassifizierten Straßen (BAB, Kfz-Schnell-, Bundes- und Landstraßen) Verwendung finden.

Neben den Bauanleitungen zu den Amphibienleit- und Durchlasssystemen werden auch die Pflege der Land- und Wasserlebensräume der Amphibien gefaßt.

Zu beziehen bei: FGSV–Verlag, Konrad-Adenauer-Str. 13, 50996 Köln, Tel: 0221/935573-0, Fax: 0221/393747.

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aus Rundbrief Nr. 17 - Oktober 2000:

Baumaterialien für den Amphibienschutz an Straßen

Ergebnisse der Eignungsprüfung an einer Anlage

ISSN 1437-0182, Naturschutzpraxis, Artenschutz 3, Hrsg. Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, Autoren Ernst Frey, Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege, Karlsruhe und Johannes Niederstraßer, Planungsbüro Beck und Partner, Karlsruhe. 

Bezug: JVA Mannheim – Druckerei – Herzogenriedstr. 111, 68169 Mannheim. Fax: 0621/398-370 (DM 21.- plus Versandkostenpauschale)

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aus Rundbrief Nr. 17 - Oktober 2000:

Amphibienfauna des Kreises Höxter

Im Druck befindet sich zur Zeit eine Amphibienfauna des Kreises Höxter.

Beinlich, B., U. Wycisk, D. Leifeld, O. Braasch, X. Waldeyer & S. Fraune (2000): Die Amphibien des Kreises Höxter – Anmerkungen zur Biologie, Verbreitung, Gefährdung und zum Schutz. - Veröffentlichungen des Naturkundlichen Vereins Egge-Weser, Band. 12.

Vorbestellungen: Landschaftsstation Diemel-Egge-Weser e. V., Zur Specke 4, 34434 Borgentreich, Tel. 05643/7185.

aktuelle Ergänzung:

Der erwähnte Beitrag sowie 3 weitere zu Amphibien sind in Band 13 (2000) abgedruckt. Der Naturkundliche Verein Egge-Weser e.V. hat die Beiträge der Vereinszeitschrift seit 1997 (Band 10) online verfügbar gemacht. Darunter auch die Amphibienbeiträge:

Beinlich, B. et al.: Die Amphibien im Kreis Höxter. Ein Beitrag zur Biologie, Verbreitung, Gefährdung und zum Schutz der Amphibien.

Steinborn, G.: Untersuchungen zum Vorkommen von Laubfröschen im Kreis Höxter - Teil 1 Kartierungsergebnisse in den MTB/Q 4119/4, 4120, 4219/2 u. 4, 4220, 4221/3 und 4, 4222/1 bis 3, 4319/2 u. 4, 4320, 4419/2 und 4, 4420/1 bis 3.

Vieth, W.: Untersuchungen zum Vorkommen von Laubfröschen im Kreis Höxter - Teil 2 Kartierungsergebnisse in den MTB/Q 4121, 4122, 4221/1 und 2, 4321,4322, 4421.

Wycisk, U., B. Beinlich et al.: Zur Problematik der Amphibienwanderung im Kreis Höxter. 

zur Homepage des Naturkundlichen Vereins Egge-Weser e.V.

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aus Rundbrief Nr. 18 - März 2001:

LÖBF-Schwerpunkt-Heft Laubfroschschutz 4/2000

3,00 DM zuzügl. Porto; Bezug: Druck- und Verlagshaus Bitter GmbH & Co, Wilhelm-Bitter-Platz 1, 45659 Recklinghausen, Tel: 02361/6006-46.

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aus Rundbrief Nr. 18 - März 2001:

Ein Blick über den Tellerrand der Herpetologie hinaus:

Tagungsband Libellen in Südwestfalen

Ende 2000 ist der Tagungsband „Libellen in Südwestfalen“ in Druck gegangen. Er erscheint Mitte März in der Reihe „Der Sauerländische Naturbeobachter“ als Band Nr. 27. Bearbeitet wurde der Band von M. Schlüpmann & G. Grüne ...  Ausführlich Informationen Homepage Flora und Fauna von Hagen und Umgebung.

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aus Rundbrief Nr. 17 - Oktober 2000 und Rundbrief Nr. 19 - November 2001:

Amphibien und Reptilien im Kreis Euskirchen

Wie bereits angekündigt, hat der Arbeitskreis Herpetofauna im Kreis Euskirchen in diesem Jahr in Heft 3 der Schriftenreihe der Biologischen Station in Nettersheim seine Herpetofauna herausgebracht. Der Arbeitskreis Amphibien und Reptilien im Kreis Euskirchen ist seit 1993 aktiv. Er hat in den ersten Jahren schwerpunktmäßig kartiert und in den letzten beiden Jahren in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station die Daten aufbereitet. Dabei lag ein Schwerpunkt auf regionalen Aspekten. Die 11 beteiligten Autoren sind überwiegend auch Mitarbeiter unseres Landesarbeitskreises. Neben den Autoren haben zahlreiche weitere Personen Daten beigesteuert. Der Band, von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung gefördert, besticht durch seine üppige Ausstattung. Auf 146 Seiten werden die rezenten, ausgestorbenen und ausgesetzten Arten mit Verbreitungskarte (MTB-Viertelquadrant), zumeist mehreren sehr guten farbigen Fotos sowie umfangreichen Texten vorgestellt. Die Texte zu den Arten sind gegliedert in eine Beschreibung der Art, ihres Lebensraumes, der Verbreitung und Vorkommen, der Vergesellschaftung mit anderen Arten sowie der Gefährdung und des Schutzes. Allgemeine Kapitel zur Naturgeschichte und Biologie, zur Geographie des Kreises, zur Erfassung, zum Schutz der Amphibien und Reptilien, ein Glossar und ein Literaturverzeichnis runden den Text ab. Aufgelockert wird das ganze durch ca. 60 Fotos und weitere Abbildungen. Im Anhang sind noch einige statistische Daten (in Tabellenform) und die Erfassungsbögen unseres Arbeitskreises abgedruckt. Die gelungene Regionalfauna kann allen Lesern des Rundbriefes sehr empfohlen werden. Vielleicht ist sie ja auch Ansporn für weitere regionale Kartierungsprojekte in Nordrhein-Westfalen.

M. Schlüpmann 

Das Heft kann für nur 18,00 DM (inkl. Versandkosten) bei der Biologischen Station im Kreis Euskirchen, Julia Zehlius, Steinfelder Str. 10, 53947 Nettersheim; 02486/9505717, BioStationEuskirchen@t-online.de bestellt werden. 

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aus Rundbrief Nr. 19 - November 2001:

Die Waldeidechse – eine Erfolgsgeschichte

Dieter Glandt, uns allen in Nordrhein-Westfalen durch seine Vorträge und zahlreichen Aufsätze bekannt, legt hier als Beiheft 2 der Zeitschrift für Feldherpetologie erstmals eine Monographie der bei uns so weit verbreiteten und häufigen Waldeidechse vor. Bereits vor mehr als 25 Jahren hat er die ersten Untersuchungen zur Ökologie von Wald- und Zauneidechsen veröffentlicht. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und mehr oder weniger kontinuierlich hat er sich mit beiden Arten befasst. Der Untertitel „unscheinbar – anpassungsfähig – erfolgreich“ ist treffend gewählt. Die Art ist quer durch ganz Eurasien von Nordwestspanien und Irland (und vorgelagerten Inseln) bis zu den ostasiatischen Inseln Sachalin und Hokkaido verbreitet, wobei sich dieses Band über eine Nord-Süd-Breite von teilweise mehr als 2000 km erstreckt – das größte Verbreitungsgebiet landlebender Reptilienart überhaupt. Zudem dringt die Art von allen rezenten Reptilienarten am weitesten nach Norden vor. Faunisten, die oft geneigt sind, seltenen und auffallend schönen Arten den Vorzug zu geben, werden von diesem Band vielleicht zum Nachdenken angeregt. Welche zweite Reptilienart ist aus evolutionsbiologischer Sicht erfolgreicher?

Dieter Glandt bietet uns, komprimiert auf 96 Seiten, einen Einblick in diese Erfolgsgeschichte. Eine enorme Zahl an Publikationen hat er hierfür ausgewertet. Immerhin 13 engbedruckte Seiten Literatur schließen sich an den Text an. Freilich fehlt hier auch das ein oder andere Zitat (so auch aus Nordrhein-Westfalen), doch bei der Fülle an Arbeiten will man dies gerne verzeihen. Keiner hätte hier Vollständigkeit erreicht! Neben einführenden Kapiteln (Steckbrief, Kennzeichen) wird die Verbreitung, die  Autökologie (Habitate, Temperatur, Feuchte, Nahrung), Aktivität, Fortpflanzungsbiologie, Systematik und Evolution, Lebensweise und Populationsbiologie sowie Gefährdung und Schutz behandelt. Endlich ein gelungener Überblick über diese auch für uns Rheinländer und Westfalen so wichtigen Art!

M. Schlüpmann

April 2001, 112 S., mit 36 Abb., 5 Tab. und 3 Farbtafeln; Br, 15 x 21 cm. Abo-Preis: 34,80 DM inkl. Versandkosten (Einzelpreis: 39,80 DM inkl. Versand), ISBN 3-933066-07-7. Laurenti-Verlag, Diemelweg 7, 33649 Bielefeld; Tel. 05241/96193-03, Fax 05241/96193-04; www.laurenti.de

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aus Rundbrief Nr. 19 - November 2001:

Smaragdeidechsen-Monographie

Mit dem Band „Die Smaragdeidechsen – zwei (un)gleiche Schwestern“ liegt seit kurzem bereits Beiheft Nr. 3 der Zeitschrift für Feldherpetologie vor. Kerstin Elbing von der Universität Bremen hat die 143 Seiten umfassende Monographie vorgelegt. Auch wenn bis heute nicht geklärt werden konnte, ob die Smaragdeidechse in Nordrhein-Westfalen heimisch war, möchte ich doch auf diesen spannenden Band der beiden Schwestern-Arten aufmerksam machen. Es ist noch nicht lange her, da hat man noch nicht zwischen der eher östlich verbreiteten Lacerta viridis und der westeuropäischen Lacerta bilineata unterschieden. So gab es in Deutschland bis 1996 nur ein Taxon. Hinweise auf die Eigenständigkeit der rheinischen Smaragdeidechsen auf der einen Seite und den brandenburgischen auf der anderen, waren aber bereits seit der Arbeit von Mertens & Schnurre (1949) bekannt. Neben den morphologischen Ergebnissen deuteten auch Erkenntnisse zur Ökologie der Populationen die Trennung beider an. Spätestens seit den Kreuzungsversuchen von Silke Rykena (1991), die ebenfalls an der Universität Bremen arbeitet, war es klar, dass es zwei verschiedene Arten sein mussten.

Kerstin Elbing war einige Jahre den brandenburgischen Smaragdeidechsen auf der Spur und hat vor einem Jahr ihre Dissertation zur Fortpflanzungsbiologie und Populationsökologie der Smaragdeidechse vorgelegt. Kaum eine andere Person wäre besser geeignet mitten aus der aktuellen Forschung zu berichten. Da in den letzten Jahren auch an den rheinischen Populationen zahlreiche grundlegende Untersuchungen gelaufen sind (Thomas Böker, Peter Sound u. a.) liegt hier eine wirklich aktuelle Übersicht zu den beiden prächtigen Smaragdeidechsen vor. Der Schwerpunkt liegt – den Forschungen der letzten Jahre entsprechend – bei Fragen der Aut- und Populationsökologie und beim Schutz dieser in Deutschland so seltenen Arten. Gerade das hier so überaus wichtige Kapitel zum Bestand und Schutz in Deutschland nimmt einen erfreulich breiten Raum ein. Mögen gesetzliche Bestimmungen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auf der Grundlage der heutigen Kenntnis, zu der K. Elbing wesentlich beigetragen hat, auch ihre wirksame Umsetzung erfahren.

M. Schlüpmann

August 2001, 143 S., mit 62 Abb., 14 Tab. und 4 Farbtafeln; Br, 15 x 21 cm. Abo-Preis: 34,80 DM inkl. Versand (Einzelpreis: 39,80 DM inkl. Versand), ISBN 3-933066-07-7. Laurenti-Verlag, Diemelweg 7, 33649 Bielefeld; Tel. 05241/96193-03, Fax 05241/96193-04; www.laurenti.de

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aus Rundbrief Nr. 20 - März 2002:

Band der Kammmolchtagung 2000 in Rostock

Andreas Krone, Hrsg. (2001) Der Kammolch (Triturus cristatus) - Verbreitung, Biologie, Ökologie und Schutz. – Rana Sonderheft 4; Rangsdorf (Natur & Text) 342 Seiten, 91 Abbildungen, 35 Tabellen; ISBN: 3-9803856-9-8 

Preis: 19,00 €; Bezug: versandkostenfreie Bestellungen unter: E-Mail: hier; Internet: www.amphibienschutz.de  

Am 16. und 17. November 2000 fand in Rostock eine internationale Fachtagung zu Verbreitung, Bestandssituation, Ökologie und Schutz des Kammmolches (Triturus cristatus) statt. Veranstalter waren der Bundesfachausschuss Feldherpetologie und Ichthyofaunistik im NABU und die AG Feldherpetologie der DGHT. Die Teilnahme von 120 Fachleuten aus 6 europäischen Ländern zeigte das große Interesse, dass dieser Art entgegengebracht wird. Der Tagungsband enthält 26 Beiträge zu Verbreitung, Biologie, Ökologie und Schutz des Kammmolches sowie eine Bibliografie mit insgesamt 640 Literaturstellen. 

Der Band umfasst im einzelnen Beiträge aus der ehemaligen Sowjetunion, der Slowakei, der Schweiz, den deutschen Bundesländern, zu Nachweismethoden, zur Populationsbiologie, zur Entwicklung, zur Wanderung, zur Bestandsentwicklung, Gefährdung und zum Schutz. Der Bericht für Nordrhein-Westfalen wurde von den beiden Artbearbeitern Alexander Kupfer & Bernd von Bülow beigesteuert (Projekt Herpetofauna NRW 2000 – Ergebnisbericht Nr. 11). Drei weitere Beiträge stammen von Mitarbeitern unseres Arbeitskreises (A. Kupfer, D. Münch, B. von Bülow). 

Sehr erfreulich und lobend hervorzuheben ist das zeitige Erscheinen des Bandes nur knapp ein Jahr nach der Tagung.

Martin Schlüpmann

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aus Rundbrief Nr. 20 - März 2002:

Atlas der Herpetofauna von Österreich

Cabela, A., H. Grillitsch & F. Tiedemann (2001): Atlas zur Verbreitung und Ökologie der Amphibien und Reptilien in Österreich: Auswertung der herpetofaunistischen Datenbank der Herpetologischen Sammlung des Naturhistorischen Museums in Wien. – Wien (Umweltbundesamt), 880 S. ISBN 3-85457-586-6.  

Preis: 70,49 €; Bezug: Umweltbundesamt GmbH, Spittelauer Lände 5, A-1090 Wien, Österreich; http://www.ubavie.gv.at 

Ein erstaunliches Werk zur Herpetofauna ist in Österreich erschienen. Die Wissenschaftler der Herpetologischen Sammlung des Naturhistorischen Museums in Wien Antonia Cabela, Heinz Grillitsch & Franz Tiedemann haben unter Mitarbeit weiterer Herpetologen eine umfangreiche Herpetofauna ihres Landes herausgegeben.  

Mit Unterstützung des Umweltbundesamtes wurde am Naturhistorischen Museum eine umfangreiche Datenbank mit 50.000 Artmeldungen zusammengetragen und professionell ausgewertet.

Der Name „Atlas“ ist für dieses Werk eher bescheiden. Es ist auf 880 Seiten ein umfangreiches Handbuch österreichischer Amphibien und Reptilien in bester Aufmachung und Druckqualität vorgelegt worden, das seinesgleichen sucht. In einleitenden Beiträgen werden die Geschichte der herpetofaunistischen Erforschung, die känozoische Herpetofauna, herpetologische Reste aus archäologischen Grabungen und Bestimmungsschlüssel der Amphibien und Reptilien, auch der Amphibieneier und -larven – diese mit ausgezeichneten Fotos (Laich) und einzigartigen Zeichnungen (Larven) – vorgestellt. Umfassend werden die Erhebungsmethoden, die Datenquellen, die Bearbeitung und Auswertung der Daten dargestellt und eine artenübergreifende Datenanalyse geboten. Auf ca. 450 Seiten werden die Ergebnisse für die einzelnen Arten präsentiert, auf ca. 60 Seiten die Lebensraumansprüche mittels analytischer Statistik charakterisiert und auf weiteren 20 Seiten regionale Unterschiede der Fauna dargestellt. Es folgen eine Reihe spezieller Kapitel: Unterarten und Geschwisterarten, Wasserfrösche, Vorkommen der Europäischen Sumpfschildkröte, Karten der potentiellen Verbreitung der Halsbandeidechsen in Ostösterreich, Bedeutung der Aulandschaft, Gefährdung und Schutz der Herpetofauna, populationsbiologische Aspekte und rechtliche Grundlagen des Schutzes. Das Literaturverzeichnis zur Herpetofauna Österreichs umfasst nicht weniger als 69 Seiten.  

Die Artmonographien stellen die Verbreitung (allgemein, horizontal und vertikal), die Vergesellschaftung (Sympatrie und Syntopie), die Phänologie und den Lebensraum der Arten bzw. Unterarten dar. Die Verbreitungskarten mit einem Grad-Minuten-Raster sind mehrfarbig angelegt (im Stil üblicher Atlanten). Die statistischen Auswertungen werden überwiegend in Form von Diagrammen präsentiert und dominieren die eher knapp gehaltenen Texte. Dabei sind die meisten Diagramme aber sehr anschaulich, doch statt einiger dreidimensionaler Diagramme hätte man in diesen Fällen die entsprechenden Daten besser in Tabellen dargestellt. Fotos der adulten Tiere werden durchgängig in bester Qualität geboten, solche der Lebensräume sind dagegen nur vereinzelt zu finden. Bei der statistischen Auswertung folgt der Band offensichtlich der rheinland-pfälzischen Herpetofauna, was teilweise auch an der Begriffswahl (Eigen- und Fremdsympatrie) deutlich wird.  

Besonders die professionelle statistische Auswertung der Daten zeigt deutlich, wie wichtig diese Phase bei einem Kartierungsprojekt ist. Hier wurde sie von Wissenschaftlern im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit am Museum für Naturkunde in Wien mit finanzieller Unterstützung des Umweltbundesamtes bewerkstelligt. Dies hat erst das Erscheinen eines wissenschaftlich anspruchsvollen Werkes ermöglicht. 

Der Preis von über 70 € ist nicht eben gering, doch ist das Buch seinen Preis wert. Insgesamt handelt es sich um die wichtigste Neuerscheinung zur Herpetofaunistik Mitteleuropas seit dem Erscheinen der Herpetofauna von Rheinland-Pfalz. Mein herzlicher Glückwunsch an die österreichischen Kollegen.

Martin Schlüpmann

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aus Rundbrief Nr. 20 - März 2002:

Amphibien und Reptilien Ob- und Nidwalden (Schweiz)

Amphibien und Reptilien in Ob- und Nidwalden. Mit Beiträgen aus den Naturwissenschaften, der Sagenwelt und der Volksmedizin. –Naturforschende Gesellschaft Ob- und Nidwalden (NAGON), Grafenort Bd. 2: 226 S. ISBN 3-9521401-2-0

Preis: 43,00 SFr. (inkl. Porto u. Verp.); Bezug: Naturforschende Gesellschaft Ob- und Nidwalden (NAGON), Herrenhaus, CH-6388 Grafenort

Eine bemerkenswerte Schrift zu den Amphibien und Reptilien der schweizerischen Kantone Ob- und Nidwalden ist im vergangenen Jahr erschienen. Es handelt sich dabei aber nicht einfach um eine Gebietsfauna im klassischen Sinne, sondern um eine Sammlung von Beiträgen zu ganz verschiedenen Themen. Das, was üblicherweise unter einem solchen Titel zu erwarten ist, beschränkt sich auf 2 solide Beiträge von Adrian Borgula (Amphibien S. 44-72) und Andreas Meyer (Reptilien S. 120-148). Auch werden die Arten in zwei kurzen Beiträgen sehr allgemein hinsichtlich der Kennzeichen, ihrer Lebensweise, ihres Lebensraumes und der allgemeinen Verbreitung von Beatrice Lüscher (Amphibien) und A. Meyer (Reptilien) vorgestellt. Spezielle Kapitel betreffen Seeuferlaichgebiete von Erdkröten und Grasfröschen (A. Borgula), Amphibienunterführungen (Beat von Wyl), die Würfelnatterpopulation am Lopper (2 Beiträge: Konrad Mebert und A. Borgula), die Physiologie (Fortpflanzungszyklus) der Würfelnatter am Alpnachersee (Philipp Bendel) u. a. Speziell der letztgenannte, endokrinologische Fachbeitrag ist doch sehr ungewöhnlich an dieser Stelle und wirft zwangsläufig die Frage auf, warum er nicht in einer zoologischen oder herpetologischen Fachzeitschrift veröffentlicht wurde.

Was den Band aber so ungewöhnlich macht sind die im Untertitel erwähnten Beiträge zur Sagenwelt und Volksmedizin. Die 6 interessanten Beiträge der Kunsthistorikerin Regula Odermatt-Bürgi nehmen einen guten Teil des Bandes ein und hätten eigentlich eine eigenständige Veröffentlichung verdient. Volkskundliche Beiträge zu Amphibien und Reptilien sind selten, so dass ich sie hier auch im einzelnen anführen möchte: „Von Schatzhüterinnen und Geldscheissern, Schlangenkönigen und Milchschelmen (Innerschweizer Sagen); Krötensud und Schlangenasche, Echsenöl und Fröschenleber (Rezepte der Volksmedizin); Schlangenbann und Schlangensegen (Sagen um Kapuziner, Venediger, fahrende Schüler und ihren Kampf gegen Schädlinge); Die Aenisschlange und die abgestreifte Haut (Ein Stanser Adventsgebäck); Die Kröte und die Gebärmutter, die Wollust und der Geiz, das Gift und das Heilmittel (Kröten und Schlangen im Volksglauben); Theriak und Vipernfleisch (Schlangen und Echsen in der Medizingeschichte).“

Die Beiträge stellen zwar im wesentlichen Volkskundliches aus der Region und der Schweiz dar, doch wird – was auch notwendig ist – immer wieder ein größerer geographischer Rahmen gesetzt. Nicht alles, was man in diesen Beiträgen zu lesen bekommt ist neu, das meist ist aus anderen Publikationen zusammengetragen, doch in dieser spezifischen Zusammenstellung habe ich das noch an keiner anderen Stelle gesehen. Allein wegen dieser Beiträge ist es überaus lohnend diesen Band zu kaufen.

Martin Schlüpmann

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aus Rundbrief Nr. 20 - März 2002:

„Wildnis Wuppertal“

Ricono, K. (Bearb.): Umweltschutz in Wuppertal 2001: Berichte zum Artenschutz Heft 1: Wildnis Wuppertal – Dokumentation der Artenschutzwochen vom 14. bis 29.09.2000. – Hrsg.: Oberbürgermeister Stadt Wuppertal.

Preis: 5,00 € zzgl. Porto; Bezug: Stadt Wuppertal, Kundenzentrum  Plankammer/Katasterauskunft, Rathaus Barmen, Wegenerstr. 7, 42269 Wuppertal

Der Band enthält auf 112 Seiten eine Reihe interessanter Beiträge zum Arten- und Biotopschutz der Stadt Wuppertal. Anlass waren die Artenschutzwochen 2000. Die Fachbeiträge des Artenschutztages am 23.09.2000 werden neben allgemeinen Informationen in diesem Band dokumentiert, darunter auch für den Feldherpetologen relevante Beiträge unserer Mitarbeiter T. Kordges (Kalksteinbrüche in Wuppertal-Dornap: Eingriffsflächen mit Refugialfunktionen für gefährdete Tier- und Pflanzenarten), M. Henf (Lebensraum der Zauneidechse, Bahnhöfe und Bahnlinien im Biotopverbund), H.-P. Eckstein (Schlangen in Wuppertal – die Ringelnatter) und B. Dreimer (Schlangen in Wuppertal – die Schlingnatter).

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aus Rundbrief Nr. 20 - März 2002:

Umweltpädagogik versus Artenschutzrecht

Von einer Amphibien-Exkursion mit Kindern zum Verwaltungsgerichtsverfahren

Beiträge zur Erforschung der Dortmunder Herpetofauna Bd. 21, 120 Seiten; Dortmund (SynergenVerlag) 2001; Preis: 19,80 €

Bezug: SynergenVerlag Detlef Münch, Menglinghauser Str. 99a, 44227 Dortmund, Tel./Fax 0231/7519463.

INHALTSVERZEICHNIS

1 KRÖTENPÄDAGOGIK
1.1 AMPHIBIEN ALS BELIEBTE UMWELTPÄDAGOGISCHE LEITTIERARTEN
1.2 ZU OSTERN: AUF FROSCHEIERSUCHE
1.3 ...UND ZU PFINGSTEN: NACHTWANDERUNG MIT FEUERSALAMANDERN
1.4 FÜR FORTGESCHRITTENE: FROSCHSTIMMENEXKURSION
1.5 NUR BEI SONNENSCHEIN: EIDECHSENGUCKEN
1.6 ROLLENSPIELE MIT FRÖSCHEN UND KRÖTEN
1.6.1 ... HÜPF, FROSCH, HÜPF....
1.6.2 SEI (K)EIN FROSCH
1.7 KINDER UND KRÖTENSCHUTZZÄUNE
1.8 GARTENTEICHE ALS NATURERLEBNISORTE FÜR KINDER
2 UNGLAUBLICH ABER WAHR: UMWELTBEHÖRDE VS UMWELTPÄDAGOGIK
2.1 RECHTSGRUNDLAGEN DES AMPHIBIENSCHUTZES
2.2 NATURSCHUTZ - ODER SCHMUTZGEBIET STEINBRUCH SCHÜREN
2.3 AUSNAHMEGENEHMIGUNG FÜR EINE GARTENTEICHKARTIERUNG
2.4 FROSCHEIERSUCHE 1998 - BUßGELDVERFAHREN EINGELEITET
2.5 KRÖTENKLAGE BEIM VERWALTUNGSGERICHT
2.6 DER UMWELTAMTSLEITER IN DER PRESSE
2.7 UMWELTAMT UND VERWALTUNGSGERICHT
2.8 KURIOS: RATSMITGLIED DER STADT DORTMUND VERKLAGT STADT
2.9 STRAFANZEIGE BEI DER STAATSANWALTSCHAFT?
2.10 KONSEQUENZEN FÜR DIE UMWELT
3 KRÖTENPÄDAGOGIK: ARTENSCHUTZBEHÖRDEN IM VERGLEICH
4 KRÖTENFAZIT: ARTENSCHUTZRECHT VERSUS UMWELTPÄDAGOGIK ?
5 LITERATUR
6 ANHANG : VERWALTUNGSKLAGEVERFAHREN 1998-2001

Eigentlich handelt es sich um eine „Neuauflage“ der Krötenpädagogik von D. Münch. Der erste Teil (S. 1-49) ist abgesehen von kleineren Änderungen und Ergänzungen weitgehend identisch mit Band 20 ("Krötenpädagogik"), der weiterhin käuflich zu erwerben ist. Insofern handelt es sich um einen ziemlichen Etikettenschwindel, mit dem sich der Selbstverleger sicher keinen Gefallen getan hat. Im Gegensatz zu Bd. 20 lässt die Druckqualität sehr zu wünschen übrig. Die Fotos sind nicht erkennbar. Eine Besprechung des Vorgängerbandes finden Sie in der Zeitschrift für Feldherpetologie 6 (1999): 243-244. Vieles von meiner damaligen Kritik gilt auch für den jetzt vorgelegten Band. Der Anhang mit Briefen von D. Münch, des Umweltamtes der Stadt Dortmund, der Bezirksregierung in Arnsberg und dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen füllt über 70 Seiten des Bandes. Ob dies wirklich alles (zumal in diesem Umfang) für die Öffentlichkeit von Interesse ist, mag jeder für sich entscheiden.  

Martin Schlüpmann

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aus Rundbrief Nr. 21 - Oktober 2002:

Amphibien am Gartenteich

De Saint-Paul, A., Brand, I. & Schmidt, W. (2001): Amphibien am Gartenteich. NTV-Verlag, 104 Seiten, ISBN 3-931587-09-6 

Gartenfreunde finden in dem Buch viel Wissenswertes über unsere heimischen Amphibien. Von der Anlage eines naturnahen Gartenteiches bis hin zur Gartengestaltung und Pflegetipps enthält das Buch zahlreiche Informationen. Unser aktives Arbeitskreismitglied André de Saint-Paul ist einer der Autoren.

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aus Rundbrief Nr. 21 - Oktober 2002:

Einheimische Amphibien

Terraristik-Themenheft der Zeitschrift Draco Nr. 6, 2. Jahrg., 2001, NTV-Verlag Münster, ISSN 1439-8168.

Das informative Themenheft bringt mehrere sehr gut bebilderte Artikel über die heimischen Amphibien: eine Übersicht zu den heimischen Arten, Laubfroschprojekt, Moorfrosch, Wechselkröte, Geburtshelferkröte, Kammmolch, Feuersalamander und Alpensalamander. An einzelnen Artikeln haben unter anderem Mitglieder unseres Arbeitskreise mitgewirkt: Burkhard Thiesmeier, Elmar Meier, Thomas Mutz und Alexander Kupfer.

Andreas Kronshage

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aus Rundbrief Nr. 21 - Oktober 2002:

Naturverträgliche Mähtechnik

Oppermann, R. & A. Krismann (2001): Naturverträgliche Mähtechnik und Populationssicherung. BfN-Skripten 54, 76 S., hrsg. vom Bundesamt für Naturschutz Bonn.

In dem Heft werden die Ergebnisse der E & E-Voruntersuchung „Naturverträgliche Mähtechnik für das Feuchtgrünland“ und die Ergebnisse eines Workshops zusammengefasst. Behandelt werden drei Tiergruppen: Amphibien, Kleinsäuger und Heuschrecken. Das Heft enthält zahlreiche wertvolle Informationen über die bisher viel zu wenig berücksichtigte Problematik des Amphibientodes bei der Grünlandmahd. Auch wird der Frage nachgegangen, welches Mähgerät die geringsten Mortalitätsraten bei den Amphibien verursacht. 

Das Heft ist kostenlos erhältlich beim Bundesamt für Naturschutz, Konstantinstr. 110, 53179 Bonn. 

Andreas Kronshage

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aus Rundbrief Nr. 21 - Oktober 2002:

Orientierung mit Karte, Kompaß, GPS

Linke, W. (2000): Orientierung mit Karte, Kompaß, GPS. 10. überarb. Auflage, 264 S., Verlag Busse und Seewald, Herford, ISBN 3-512-03223-0 

Das handliche Buch ist ein unentbehrliches und feldtaugliches Nachschlagewerk für alle, die sich im Gelände orientieren wollen. Unter anderem wird grundlegendes kartographisches Wissen vermittelt, z. B. die Ermittlung und der Umgang mit den verschiedenen Koordinatensystemen wie UTM-Raster oder Rechts-Hochwert-Raster. Themen sind die Darstellung auf einer Karte, z.B. einem Messtischblatt, auf Luftbildern und Satellitenbildern und ihre Verwendung für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche. Ein aktuelles Thema, der Umgang mit einem GPS-Gerät, wird kurz, aber informativ und anschaulich behandelt. Übungsaufgaben und Rechenhilfen erleichtern den Umgang bei der Orientierung im Gelände und der Ermittlung von Standorten. 

Andreas Kronshage

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aus Rundbrief Nr. 21 - Oktober 2002:

Beihefte der Zeitschrift für Feldherpetologie

Die Monografien heimischer Amphibien und Reptilien, die als Beihefte der Zeitschrift für Feldherpetologie erscheinen, gewinnen zunehmend einen festen Platz in der herpetologischen Literatur. Seit Erscheinen des letzten Rundbriefes sind bereits 2 neue Bände erschienen. Alle Bände haben einen klaren Schwerpunkt bei den Themenkomplexen „Lebensweise“ und Ökologie, so auch die beiden aktuellen Bände:  

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aus Rundbrief Nr. 21 - Oktober 2002:

Die Gelbbauchunke – von der Suhle zur Radspur

Gollmann, Birgit & Günter (2002): Die Gelbbauchunke – von der Suhle zur Radspur. Bielefeld (Laurenti-Verlag). Juni 2002, 135 S., mit 35 Abb., 4 Tab. und 8 Farbtafeln Abo-Preis: 17,50 Euro inkl. Versandkosten (Einzelpreis: 20,- Euro inkl. Versandkosten), Br, 15 x 21 cm, ISBN 3-933066-10-7. 

Ausführlich behandeln die Gollmanns die Phylogenie einschließlich der Hybridisierung und Konkurrenz mit der Schwesternart, der Rotbauchunke, den Lebensraum, Nahrung und Feinde, Aktivität, Fortpflanzungs- und Entwicklungsbiologie, Wanderungen, Populationsbiologie, Gefährdung und Schutz. Ein abschließendes Kapitel behandelt die Methoden der Populationsuntersuchungen. 

Bestellungen: www.laurenti.de; Laurenti-Verlag, Diemelweg 7, 33649 Bielefeld

  Martin Schlüpmann

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aus Rundbrief Nr. 21 - Oktober 2002:

Die Kreuzotter – ein Leben in festen Bahnen?

Völkl, Wolfgang & Burkhard Thiesmeier (2002): Die Kreuzotter – ein Leben in festen Bahnen? Bielefeld (Laurenti-Verlag). August 2002, 159 S., mit 57 Abb., 15 Tab. und 8 Farbtafeln. Abo-Preis: 17,50 Euro inkl. Versandkosten (Einzelpreis: 20,- Euro inkl. Versandkosten), Br, 15 x 21 cm, ISBN 3-933066-11-5 

Die Kreuzotter war in den letzten 20 Jahren Untersuchungsobjekt zahlreicher ökologischer Untersuchungen und zählt mithin – wie auch der Rückentext betont – zu den am besten untersuchten Schlangenarten der Erde. Der Band spiegelt diese Vielfalt wieder und bietet Orientierung. Nach einer Vorstellung der Kreuzotter, die auch Phylogenie, Unterarten, Verbreitung und Lebensräume einschließt, wird schwerpunktmäßig die Lebensweise vorgestellt. Dies schließt die Aktivität, Wanderungen, Reviere, Beuteerwerb und Ernährung sowie die Fortpflanzungs- und Entwicklungsbiologie ein. Ausführlich werden Populationsbiologie, Gefährdung und Schutz behandelt. Das Auftreten schwarzer Kreuzottern wird in einem eigenen Abschnitt behandelt.

Bestellungen: www.laurenti.de; Laurenti-Verlag, s. o.   

Martin Schlüpmann

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aus Rundbrief Nr. 22 - April 2003:

Tagungsband Geburtshelferkröte

Grossenbacher, K. & Zumbach, S. (2003): Die Geburtshelferkröte. Biologie, Ökologie, Schutz. - Zeitschrift für Feldherpetologie 10 Heft 1, 158 S. Laurenti-Verlag, Bielefeld.

Aus dem Inhalt: K. Grossenbacher: Zur Erforschungsgeschichte der Gattung Alytes, speziell von Alytes obstetricans; A. Borgula & S. Zumbach: Verbreitung und Gefährdung der Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) in der Schweiz; J. Ryser, B. Lüscher, U. Neuenschwander & S. Zumbach: Geburtshelferkröten im Emmental, Schweiz; P. Sowig, K. Fritz & H. Laufer: Verbreitung, Habitatansprüche und Bestandssituation der Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) in Baden-Württemberg; F. Eislöffel: Verbreitung, Bestandssituation und Schutz der Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) in Rheinland-Pfalz; U. Joger & D. Schmidt: Verbreitung und Bestandssituation der Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) in Hessen; G. Weber: Verbreitung und Bestandssituation der Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) in Nordrhein-Westfalen; H. Uthleb, U. Scheidt & F. Meyer: Die Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) an ihrer nordöstlichen Verbreitungsgrenze: Vorkommen, Habitatnutzung und Gefährdung in Thüringen und Sachsen-Anhalt; A. Fonseca, J. W. Arntzen, E. G. Crespo & N. Ferrand: Regional differentiation in the common midwife toad (Alytes obstetricans) in Portugal: a picture from mitochondrial DNA; A. H. P. Stumpel & F. Blezer: Die Konstruktion von Ersatz-Landlebensräumen für eine isolierte Population der Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) in den Niederlanden; S. Böll: Zur Populationsdynamik und Verhaltensökologie einer Rhöner Freilandpopulation von Alytes o. obstetricans; T. Kordges: Zur Biologie der Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) in Kalksteinbrüchen des Niederbergischen Landes (Nordrhein-Westfalen); K. Fritz: 11 Jahre "Wohngemeinschaft" mit Geburtshelferkröten - Langjährige Beobachtungen an einer Population im Garten und Hof; K. Fritz: "Artenschutzprogramm Geburtshelferkröte" im Südschwarzwald; K. Grossenbacher: Bibliographie der Gattung Alytes

Bezug: Laurenti-Verlag: Dr. Burkhard Thiesmeier, Diemelweg 7, D-33649 Bielefeld; 05241/9619303, Fax: 05241/9619304; E-Mail: verlag@laurenti.de; Internet: www.laurenti.de

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aus Rundbrief Nr. 22 - April 2003:

Untersuchungen zur Ökologie der Ringelnatter

Ringelnatterstudie wieder lieferbar Hans-Peter Eckstein: Untersuchungen zur Ökologie der Ringelnatter (Natrix natrix Laurenti, 1758). Erschienen als Beiheft 4, Jahrbuch für Feldherpetologie 1993, 145 S., 69 Abb., 42 Tab. Br, 15 x 21 cm; 17,- €

Bezug: Laurenti-Verlag: Dr. Burkhard Thiesmeier, Diemelweg 7, D-33649 Bielefeld; 05241/9619303, Fax: 05241/9619304; www.laurenti.de; E-Mail: verlag@laurenti.de

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aus Rundbrief Nr. 22 - April 2003:

Materialien der AGARD

Die Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz Dortmund e. V. (AGARD) gibt seit 1998 einmal jährlich das AGARD-Magazin mit Themen zum Schutz der Herpetofauna und zum Natur- und Umweltschutz in der Stadt Dortmund heraus. Ein sehr ansprechend gestaltetes Poster "Lurchen und Kriechtieren in ihrem Lebensraum" von Bettina Auf'mkolk entworfen eignet sich besonders für Schulen, Informationszentren usw. Auch eine Postkartenserie (Feuersalamander, Kammmolch, Geburtshelferkröte, Gelbbauchunke, Kleiner Wasserfrosch, Ringelnatter) mit Zeichnungen von Bettina Auf'mkolk ist bei der AGARD erhältlich.

Informationen: AGARD, An der Buschmühle 3, 44139 Dortmund, Tel. 0231/128590

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aus Rundbrief Nr. 23 - Oktober 2003:

Monografie über die Schlingnatter Coronella austriaca erschienen

Völkl, Wolfgang & Käsewieter, Daniel (2003): Die Schlingnatter – ein heimlicher Jäger. – Beiheft der Zeitschrift für Feldherpetologie 6, Laurenti-Verlag, Bielefeld: 151 S. – ISBN 3-933066-15-8, 20,00 Euro

Aus dem Inhalt: Fortschreibend zu den bisherigen Artmonographien wird im neuesten Beiheft der Zeitschrift für Feldherpetologie die Schlingnatter Coronella austriaca als besonders heimlich lebende und daher schwer zu untersuchende Schlangenart behandelt. Relativ kurzen, einleitenden Kapiteln über Systematik, Morphologie und Verbreitung folgt ein umfassender Abschnitt über natürliche und anthropogene Lebensräume. Erkenntnisse zur Biologie bieten die Kapitel über Fortpflanzung, Ernährung und Wachstum. Ebenso werden ökologisch interessante Aspekte wie Populationsstruktur und -größen, Überlebensraten, Raumnutzung und Reviergrößen behandelt. Erfreulich breiten Raum nehmen die für den praktischen Naturschutz wichtigen Themen Gefährdung und deren Ursachen sowie Schutz dieser sicher oft übersehenen Schlange ein. Und letztendlich bietet das Literaturverzeichnis einen guten Leitfaden zu weiterführender Literatur.   

Monika Hachtel

Bezug: Laurenti-Verlag: Dr. Burkhard Thiesmeier, Diemelweg 7, D-33649 Bielefeld; 05241/9619303, Fax: 05241/9619304; www.laurenti.de; E-Mail: verlag@laurenti.de 

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aus Rundbrief Nr. 23 - Oktober 2003:

Atlas der Amphibien Sachsens

von Ulrich Zöphel & Rolf Steffens; Herausgeber: Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie, Dresden, 135 S.

Der Atlas der Amphibien Sachsens ist erschienen. Für alle Feldherpetologen, vor allem wenn sie noch an einer eigenen Landesherpetofauna arbeiten, ist dieses Werk sicherlich von hohem Interesse. Nach den üblichen Kapiteln Vorwort, Einleitung und Mitarbeiterverzeichnis werden ausführlich die Datenaufbereitung und -auswertung besprochen. In einer Ergebnisübersicht wird auf die Vorkommensdichte, den Gesamtbestand, einen allgemeinen Trend der Sächsischen Amphibienfauna im Vergleich mit der Kartierung von Schiemenz & Günther aus dem Jahr 1994 sowie den regionalen Erfassungsgrad und die regionale Differenzierung der Sächsischen Amphibienfauna eingegangen. Die Kartierungsergebnisse mit immerhin 23669 Vorkommen von 17 Arten wurden in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum von 1990 bis 2001 zusammen getragen. Mehr als 60 % der Daten stammen aus den Jahren 1994 bis 1997, so dass der Atlas die Situation der Sächsischen Amphibien aus der Mitte der 1990er Jahre recht exakt widerspiegelt und das gesamte Projekt in einer insgesamt beneidenswert kurzen Zeitspanne realisiert werden konnte.

Der anschließende spezielle Teil des Atlas enthält die Artkapitel, die sicherlich für die meisten Leser am interessantesten sind. Wenn man den Teichfrosch (Rana kl. esculenta) als eine eigenständige Art wertet, kommen in Sachsen 17 autochthone Amphibienarten vor. Ein eigenes Kapitel ist der Gelbbauchunke gewidmet, die im Südwesten Sachsens bis gegen Ende der 1950er Jahre vorkam. Inzwischen ist sie ausgestorben und es existieren lediglich noch einige allochthone Populationen. Besonders interessant aus der Sicht eines Westdeutschen Feldherpetologen sind die in den entsprechenden Naturräumen noch relativ großen Bestände von Rotbauchunke, Knoblauchkröte, Wechselkröte, Laubfrosch und Moorfrosch. Eine derartig flächige Verbreitung kennt man von diesen Arten, sofern sie überhaupt vorkommen, aus Nordrhein-Westfalen nicht. Aber auch die inselartigen Vorkommen des Feuersalamanders an seiner nordöstlichen Arealgrenze und des in Deutschland nur sporadisch verbreiteten Springfrosches verdienen eine besondere Beachtung. Das Kernstück eines jeden Artkapitels bildet eine punktscharfe Übersichtskarte, in der die einzelnen Populationen sogar (mutig) in Größenklassen dargestellt werden und die Bindung einzelner Arten an bestimmte Naturräume und Regionen sehr gut erkennbar wird. Über die ohnehin schon sehr detaillierte Karte können noch drei Folien gelegt werden, mit denen die Naturräume Sachsens, die administrative Gliederung und die Landnutzung zusätzlich dargestellt werden können. In weiteren Abbildungen werden in jedem Artkapitel die Rasterpräsenz in Sachsen und den angrenzenden Gebieten, die Verbreitung in den Höhenstufen, eine Rasterkarte auf Messtischblattquadrantenbasis, sowie die Fremd- und Eigensyntopie der jeweiligen Art gezeigt.

An die Artkapitel schließen sich ein ausführliches Literatur-, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis an. Ein Anhang mit durchweg recht guten Fotos von allen Sächsischen Amphibienarten und einigen ausgewählten Lebensräumen rundet den 135 Seiten starken Atlas ab. Insgesamt kann die Anschaffung dieses sehr informativen Werkes allen an der Feldherpetologie Interessierten nur empfohlen werden, zumal der Preis mit 15,- € für das qualitativ sehr hochwertige Werk ausgesprochen günstig ist. 

Thomas Mutz

Bezug: Sächsische Druck- und Verlagshaus AG, Tharandter Str. 23-27, D-01159 Dresden; Fax: 0351/4203186 (Versand); E-Mail: versand@sdv.de 

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aus Rundbrief Nr. 25 - Juni 2004:

Schwanzlurch-Bände des Handbuches abgeschlossen

Thiesmeier, Burkhard & Grossenbacher Kurt, Hrsg. (2004): Handbuch der Reptilien und Amphibien Europas, Band 4/IIB: Schwanzlurche (Urodela) IIB, Aula-Verlag, Wiebelsheim: S. 759-1149, Preis: 108,00 €, ISBN 3-89104-674-X

Aus dem Inhalt: Als weiterer Teil des vielbändigen, von Wolfgang Böhme begründeten Werkes „Handbuch der Reptilien und Amphibien Europas“ ist im Januar 2004 der zweite Band über Schwanzlurche (Urodela) erschienen. Für den „einheimischen“ Herpetologen besonders erfreulich ist, dass mit Faden- und Teichmolch Triturus helveticus und T. vulgaris sowie Alpen- und Feuersalamander Salamandra atra und S. salamandra jetzt alle heimischen Schwanzlurcharten abgehandelt sind. Darüber hinaus werden – in etwas kürzerer Form – Korsischer Salamander Salamandra corsica und Lanzas Salamander Salamandra lanzai vorgestellt. Abgerundet wird dieser Band durch einen Bestimmungsschlüssel für die Larven der europäischen Schwanzlurche.

Für jede Art wird in gewohnter Weise ein Rundumschlag geboten, der von Morphologie, Biometrie und Systematik über Häufigkeit, Verbreitung, Ökologie, Vergesellschaftung, Populationsgrößen und -dynamik, Entwicklungs- und Ausbreitungsgeschichte bis hin zu Verhalten, Gefährdung und Schutz reicht. Detailliert dargestellt wird insbesondere die europäische Verbreitung mit besonderer Behandlung der Arealränder und expliziter Nennung wichtiger Fundpunkte. Damit kann man zu allen Themenbereichen rund um eine Spezies umfangreiche und in die Tiefe gehende Informationen finden. Besonders wertvoll sind in diesem Zusammenhang auch die ausführlichen Literaturverzeichnisse zu jeder Art. Trotz der gehobenen Preisklasse lohnt sich daher eine Anschaffung, da dieser Band mit Sicherheit für viele Jahre ein Standardwerk über die heimischen Molche und Salamander darstellen wird.

Monika Hachtel

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aus Rundbrief Nr. 25 - Juni 2004:

Tagungsband zum Technischen Amphibienschutz

Glandt, Dieter, Norbert Schneeweiß, Arno Geiger & Andreas Kronshage (Hrsg.): Beiträge zum Technischen Amphibienschutz. – Bielefeld (Laurenti-Verlag) November 2003, 214 S., mit zahlr. Tab. und Abb.; Abo-Preis: 22,50 € inkl. Versandkosten (Einzelpreis: 26,- € inkl. Versandkosten), Br, 17 x 24 cm, ISBN 3-933066-16-6

Dieser zweite Band der Supplement-Reihe zur Zeitschrift für Feldherpetologie enthält ausschließlich Beiträge, die sich mit dem Schutz von wandernden Amphibien an Straßen und den dazu errichteten Bauwerken wie Straßendurchlässen, Leiteinrichtungen usw. beschäftigen.

Neben den schriftlichen Ausarbeitungen von Referaten, die auf zwei Tagungen zu dieser Thematik im Jahr 2001 im Biologischen Institut Metelen (Nordrhein-Westfalen) und in der Naturschutzstation Rhinluch (Linum/Brandenburg) gehalten wurden, enthält der insgesamt 214 Seiten starke Band noch weitere bisher nicht vorgestellte Beiträge.

Von den insgesamt 14 Beiträgen befassen sich 6 mit der Effizienz und Akzeptanz von neu an Straßen errichteten Schutzanlagen durch wandernde Amphibien. Dabei sind so unterschiedliche Standorte wie ein kilometerlanger Straßenabschnitt am Ufer des Vierwaldstättersees, der von einer großen Erdkrötenpopulation überwunden werden muss, eine Schutzanlage im Landkreis Göttingen mit einem eher „westlichen“ Artenspektrum (Erdkröte, Grasfrosch, Teichmolch, Bergmolch, Geburtshelferkröte und vereinzelt Kreuzkröte) ebenso wie einige Schutzanlagen in Sachsen und Brandenburg mit einem insgesamt deutlich „östlichen“ Artenspektrum (Rotbauchunke, Knoblauchkröte, Erdkröte, Wechselkröte, Moorfrosch, Kammmolch als Hauptarten) in dieser Studie vertreten. Es ist erfreulich, dass in 5 der 6 Studien eine positive Bilanz zur Funktionsfähigkeit der Bauwerke gezogen wird, wenngleich bei einer Anlage die Akzeptanz durch die wandernden Knoblauchkröten erst durch das Einbringen von Bodensubstrat in die Durchlässe auf einen akzeptablen Wert erhöht werden konnte. Bei der Untersuchung einer Anlage traten aber auch ganz entscheidende Mängel auf, die dazu führten, dass mehr Amphibien in die Schächte des Entwässerungssystems der Anlage fielen als die Tunnel durchquerten. Diese Todesfalle entstand, weil bei der Bauausführung die strikt geforderte Trennung von Entwässerungs- und Leitsystem nicht eingehalten wurde.

In drei weiteren Beiträgen werden verschiedene Einzelelemente von Amphibienschutzanlagen wie Bordsteinabsenkungen, Schutzgitter für Gullys, Gitterroste für Stopprinnen, mobile Fangzäune und Leitelemente aus unterschiedlichen Materialien und von unterschiedlichen Herstellern teilweise vergleichend auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft. Bei den meisten der zurzeit zum Amphibienschutz an Straßen verwendeten Elemente konnte eine insgesamt gute Funktionsfähigkeit festgestellt werden. Ergänzt wird ein Beitrag noch durch eine Auflistung der häufigsten Mängel, die den Autoren bei der Überprüfung von mehr als 200 Anlagen im Verlauf etlicher Jahre aufgefallen sind.

Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Ausbaus einer kommunalen Straße innerhalb des Biosphärenreservates „Schorfheide-Chorin“. Durch intensive Untersuchungen des Verkehrsaufkommens und der über die Straße wandernden Amphibien konnte eine erhebliche Gefährdung der vorhandenen Populationen, insbesondere des Laubfrosches, nachgewiesen werden. Verschiedene Maßnahmen zum Schutz der wandernden Tiere wie der Bau einer stationären Schutzanlage und zeitweilige Sperrungen der betroffenen Straßenabschnitte wurden vorgeschlagen, konnten aber nur zum Teil umgesetzt werden.

Zwei Artikel beschäftigen sich mit dem Verhalten von wandernden Amphibien. Bei Beobachtungen von Tunneldurchquerungen juveniler Amphibien in Nordost-Brandenburg konnte ein deutlicher artspezifischer Barriereeffekt festgestellt werden, der auf klimatisch ungünstige Bedingungen durch Zugluft und Trockenheit in den langen Tunneln zurück geführt wird. Daher werden insbesondere bei breiten Trassen neben den eigentlichen Schutzanlagen weitere Maßnahmen wie Verbesserungen an Laichgewässern und Landhabitaten zur Stabilisierung der Amphibienpopulationen empfohlen. Der zweite Artikel beschäftigt sich mit Versuchen zum Überwinden verschiedener Leitelemente durch den Laubfrosch. Dies ist besonders interessant, da der gut kletternde Laubfrosch bislang als nicht durch Amphibienschutzanlagen erfassbar und lenkbar galt. Bei den Versuchen konnte immerhin für 2 der 8 untersuchten Leitelemente eine deutliche Barrierewirkung festgestellt werden. Diese Elemente konnten im Versuch von keinem der 50 eingesetzten Laubfrösche überwunden werden, so dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine deutliche Leitwirkung an Schutzanlagen entwickeln können.

Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich mit der sehr problematischen Situation des nachträglichen Einbaus von Amphibienschutzanlagen an schon länger bestehenden Straßen. Meist ist ein solcher Einbau aufgrund von ungünstigen Grundwassersituationen oder komplizierten Eigentumsverhältnissen nicht oder nur eingeschränkt möglich. Dadurch stehen häufig die Forderungen nach einer MamS-gerechten Schutzanlage einer konkreten Realisierung von stationären Anlagen im Wege, die an vielen Stellen dringend notwendig sind, wie zahlreiche oft über Jahre mit großem Einsatz ehrenamtlicher Naturschützer betriebene mobile Schutzzäune zeigen. Daher wird vom Autor eine breit angelegte Diskussion über alternative Schutzstrategien und flexible Lösungsmöglichkeiten angeregt, unter anderem auch um überzogenen Erwartungen von Behörden oder Umweltschützern entgegen zu treten.

Eine sehr ausführliche und sorgfältig erstellte Bibliografie zum Technischen Amphibienschutz rundet den Band ab. Die Bibliografie enthält 644 Literaturzitate die neben Arbeiten zum Amphibienschutz an Straßen auch Beiträge zum Einfluss von Bahnlinien auf wandernde Amphibien, Anlagen von Ersatzlaichgewässern, Tod von Amphibien in Gullys, Verdriftung über Entwässerungssysteme, Grünbrücken oder den Einfluss verschiedener Mähtechniken auf Amphibienpopulationen umfasst.

Insgesamt stellt der vorliegende Band eine sehr interessante Sammlung verschiedener aktueller Aspekte des Technischen Amphibienschutzes dar, der jedem Interessierten nur unbedingt empfohlen werden kann. Für alle, die sich intensiver und konkret - ob als engagierte Naturschützer oder beruflich - mit dem Schutz von wandernden Amphibien an Straßen befassen, ist dieser Band ein unbedingtes Muss, allein schon wegen der umfangreichen und wohl nahezu vollständigen Bibliografie zu dieser Thematik. Das Werk kostet 26,00 € (Abopreis 22,50 €) inklusive Versand.

Thomas Mutz

Inhaltsverzeichnis

1.  Vorwort der Herausgeber

2.  Margit Ackermann: Funktionskontrolle einer ACO-Amphibienschutzanlage

3.  Brigitte Bender: Bordsteinabsenkungen und Schutzgitter unter Gullydeckeln als Maßnahmen für den Amphibienschutz

4.  Brigitte Bender: Gitterroste bieten Sicherheit für wandernde Amphibien

5.  Kathrin Baumann, Hartmut Tiedt & Helge Wolf: Effizienz von Dauerleiteinrichtungen und Amphibiendurchlässen für adulte Frosch- und Schwanzlurche an der Landesstraße 561 bei Hann. Münden (Landkreis Göttingen)

6.  Ernst Frey & Johannes Niederstrasser: Amphibienschutzanlagen an Straßen - Ergebnisse einer Vergleichsstudie und Erfahrungsberichte

7.  Michael Göttsche, Matthias Göttsche & Hinrich Matthes: Auswirkungen eines Straßenausbaus am Parsteiner See (Brandenburg) auf die Amphibienfauna

8. Iris John: Die Akzeptanz einer Amphibienschutzanlage am Knappensee/Oberlausitz durch Erdkröte (Bufo bufo) und Knoblauchkröte (Pelobates fuscus)

9. Thomas Kordges: Amphibien-Schutzmaßnahmen an bestehenden Straßen -Anspruch und Wirklichkeit

10. Susanne Leber: In 9 Jahren vom mobilen Amphibienschutzzaun zur stationären Schutzanlage - Eine Fallstudie aus der Spreewaldniederung

11. Norbert Schneeweiss, Manfred Wolf & Gerhard Alscher: Untersuchungen zum Verhalten juveniler Amphibien an der stationären Schutzanlage einer Bundesstraße

12. Rolf Schneider, Manfred Wolf, Norbert Schneeweiss & Gerhard Alscher: Zur Effizienz einer Stelztunnelanlage in der Uckermark

13. Beat von Wyl & Adrian Borgula: Amphibienschutz an der Rigi-Südlehne (Zentralschweiz)

14. Heike Zbierski & Norbert Schneeweiss: Der Barriereeffekt verschiedener Leiteinrichtungen für den Laubfrosch (Hyla arborea)

15. Arno Geiger & Andreas Kronshage: Bibliografie zum Technischen Amphibienschutz an Straßen, Bahndämmen, Kläranlagen und weiteren technischen Bauwerken

Bezug: Laurenti Verlag, Diemelweg 7, D-33649 Bielefeld; Tel.: 05241/9619303, Fax: 05241/9619304; E-Mail: verlag@laurenti.de, Internet: www.laurenti.de

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aus Rundbrief Nr. 25 - Juni 2004:

Die Zauneidechse - zwischen Licht und Schatten

von Ina Blanke

Bielefeld (Laurenti-Verlag) Mai 2004, 160 S., mit 61 Abb., 14 Tab. und 8 Farbtafeln. Abo-Preis: 17,50 € inkl. Versandkosten (Einzelpreis: 20,- Euro inkl. Versandkosten), Br, 15 x 21 cm, ISBN 3-933066-19-0

Bezug: Laurenti Verlag , Diemelweg 7, D-33649 Bielefeld; Tel.: 05241/9619303, Fax: 05241/9619304; E-Mail: verlag@laurenti.de, Internet: www.laurenti.de

 

 

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aus Rundbrief Nr. 26 - Februar 2005:

Die Tiere und Pflanzen des Morsbacher Berglandes

von Christoph Buchen

mit Anmerkungen zu angrenzenden Gebieten. Erweiterte, kommentierte Artenlisten und schutzwürdige Biotope/Objekte.

Nümbrecht (Martina Galunder Verlag) 2004, 145 überwiegend farbige Fotos, 296 Seiten; 24,90 €, ISBN: 3-89909-042-X

Christoph Buchen fasst in diesem Buch seine Beobachtungen von heimischen Pflanzen und Tieren seit 1967 zusammen. Er bietet zunächst eine sehr knappe Einführung in das behandelte Gebiet und beschreibt die Kartierungseinheiten (MTB, Quadrant, Minutenfeld). Es folgen kommentierte Artenlisten der Vögel (139 Arten), Säugetiere (53), Amphibien (12), Reptilien (6), Fische und Rundmäuler (18), Insekten (358) und anderer Tierklassen (37), sowie der Pflanzen (648) einschließlich Pilzen (42), Moosen (22) und Flechten (2). Schon die Nennung der Artenzahlen macht deutlich, dass nur bei den Wirbeltieren von einer einigermaßen vollständigen Erfassung auszugehen ist. Hier und bei den Gefäßpflanzen, vielleicht noch bei den Tagfaltern und Libellen erreicht die Auflistung einen dokumentarischen Wert. Die übrigen Wirbellosen sowie Moose, Pilze und Flechten sind, obwohl bei jeder Gruppe für sich große Artenzahlen zu erwarten sind, derart unvollständig aufgeführt, dass man den Sinn ihrer Nennung in einer Buchpublikation in Zweifel ziehen kann, zumal wenn in manchen Fällen nur die Gattung oder Familie genannt wird. Eine Beschränkung auf die besser bekannten Artengruppen wäre möglicherweise sinnvoller gewesen. Wenn es um die Nennung von Arten geht, kann man aber auch anderer Meinung als der Rezensent sein. Die Kommentare zu den allermeisten Arten sind sehr knapp, oft nur stichpunktartig. Überwiegend sind auch die Messtischblatt-Quadranten, in denen die Art nachgewiesen ist, aufgelistet. Bei einigen älteren Fundpunktangaben, die nicht von C. Buchen stammen können, wird leider die Quelle nicht immer eindeutig genannt. Die Reihenfolge der Auflistungen folgt alphabetisch den deutschen, wenn kein solcher bekannt ist, den wissenschaftlichen Namen. Auch die Pflanzen sind alphabetisch nach den wissenschaftlichen Namen geordnet. Register am Ende des Buches helfen beim Auffinden der Arten.

Die Amphibien und Reptilien werden auf 6 Seiten behandelt. Schon dies macht deutlich, dass man hier keine tiefgreifende Abhandlung der Herpetofauna des Gebietes erwarten kann. Neben den heimischen Arten werden auch einige eingeschleppte oder aus Gefangenschaft geflüchtete Tiere aufgeführt, die aber allesamt ohne Belang für die heimische Natur sind, da eine Einbürgerung zum Glück aus klimatischen Gründen nicht zu erwarten ist. Man hätte sie daher genauso gut weglassen können, ohne dass dies den Wert des Buches geschmälert hätte. Beim Fadenmolch – nach C. Buchen die seltenste Molchart – vermute ich eine deutliche Unterschätzung der tatsächlichen Bestände. Nur bei intensiven Kescher- oder Reuseneinsatz erschließt sich tatsächlich die Verbreitung und Häufigkeit der Molche. Der Teichfrosch heißt korrekt Rana kl. esculenta. Bei den unbestimmten Grünfröschen, von denen im Fototeil 2 Tiere zu finden sind (Abb. 37 und 102), handelt es sich im Falle der fotografierten Tiere um den Kleinen Grünfrosch Rana lessonae.

Eine Liste der geschützten oder schutzwürdigen Gebiete und Objekte beschließt den Textteil. Es folgt ein umfangreicher Fototeil. Die Qualität der Fotos ist sehr unterschiedlich. Viele dieser Fotos haben aber dokumentarischen Charakter und sind damit wertvoller als gestochen scharfe Fotos aus anderen Regionen.

C. Buchen hat mit seinem Buch eine sehr wertvolle Inventur der Flora und Fauna seiner Heimat geliefert und gezeigt, dass eine regelmäßige Protokollierung der eigenen Beobachtungen und Feststellungen wichtige Grundlagen floristisch-faunistischer Landeserforschung schafft. Damit bietet das Buch auch eine wichtige Anregung für viele andere Laienforscher. Jeder Interessierte kann ebenso wesentlich zur Kenntnis der Flora und Fauna seiner Heimat beitragen.

Martin Schlüpmann

Bezug: Martina Galunder Verlag, Alte Ziegelei 22, 51588 Nümbrecht; E-Mail: info@Martina-Galunder-Verlag.de

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aus Rundbrief Nr. 26 - Februar 2005:

Der Laubfrosch - ein König sucht sein Reich

von Dieter Glandt

Beih. d. Z. f. Feldherpetologie 8. Bielefeld (Laurenti); Oktober 2004, 128 S. mit 44 Abb., 6 Tab. und 8 Farbtafeln. Abo-Preis: 17,50 Euro inkl. Versand (Einzelpreis: 20,00 € inkl. Versand), Br, 15 x 21 cm, ISBN 3-933066-20-4

Bezug: Laurenti Verlag, Diemelweg 7, 33649 Bielefeld; Tel.: 05241/961930-3, Fax: -4; E-Mail: verlag@laurenti.de, Internet: www.laurenti.de 

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aus Rundbrief Nr. 26 - Februar 2005:

Die Amphibien und Reptilien in Dortmund 1980-2004

von Detlef Münch

Beitr. zur Erforschung der Dortmunder Herpetofauna 27: 56 S.; ISSN 0937-7182; synergenVerlag

Postfach 500163, 44201 Dortmund; synergen@web.de; 9,80 € 

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aus Rundbrief Nr. 26 - Februar 2005:

Lebensräume und Arten der FFH-Richtlinie in Nordrhein-Westfalen

Beeinträchtigungen, Erhalts- und Entwicklungsmaßnahmen sowie Bewertung von Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richtlinie in Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf (Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen), 170 S. 

Bezug: Infoservice MUNLV, Schwannstraße 4, 40476 Düsseldorf; infoservice@munlv.nrw.de; Einzelexemplare kostenfrei. Die Inhalte dieses Bandes sind auch auf der Internetseite des Ministeriums abrufbar: http://www.natura2000.munlv.nrw.de/ffh-broschuere/index.htm

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aus Rundbrief Nr. 26 - Februar 2005:

Der Europäische Laubfrosch. Biologie - Schutzmaßnahmen - Effizienzkontrolle 

von Dieter Glandt & Andreas Kronshage (Hrsg.)

Supplement 5 der ZfF. Bielefeld (Laurenti); November 2004, 192 S., mit 17 Beiträgen verschiedener Autoren. Abo-Preis: 22,50 € inkl. Versand (Einzelpreis: 26,- € inkl. Versand), Br, 17 x 24 cm, ISBN 3-933066-22-0 

Inhaltsverzeichnis: Vorwort; Hans Schneider: Der Laubfrosch, Hyla arborea: Rufe, Verhalten, Systematik; Jonas Barandun: Rückgang des Laubfrosches (Hyla arborea) im Alpenrheintal; Gert Berger, Thorsten Schönbrodt & Holger Pfeffer: Naturschutz in der Landwirtschaft mittels Flächenstilllegung - Profitiert (auch) der Laubfrosch (Hyla arborea) davon?; Rolf Böttger: Bestandsentwicklung des Laubfrosches (Hyla arborea) im Bereich Unna, Nordrhein-Westfalen; Hans-Joachim Clausnitzer: Die Entwicklung zweier Laubfrosch-Populationen bei unterschiedlichen Bedingungen; Marianna Demuth-Birkert: Sekundärlebensräume als Basis für den Aufbau eines Laubfrosch-Biotopverbundsystems im Main-Kinzig-Kreis (Hessen) - Erfahrungen und Perspektiven; Hans-Jörg Flottmann & Hubert Laufer: Wasserstandsdynamik in der mittleren Oberrheinaue beeinflusst das Fortpflanzungsverhalten des Laubfrosches (Hyla a. arborea); Dieter Glandt: Freilanduntersuchungen am Europäischen Laubfrosch (Hyla arborea) im nördlichen Münsterland als Grundlage für Artenschutzmaßnahmen; Günter Gollmann, Sonja Loos, Axel Schmidt & Birgit Gollmann: Vorkommen, Gefährdung und Schutz des Laubfrosches (Hyla arborea) in den Außenbezirken der Stadt Wien; Wolf-Rüdiger Grosse: Zur Ökologie des Laubfrosches, Hyla arborea, im Sommerhabitat in der Elster-Luppe-Aue zwischen Leipzig (Sachsen) und Halle (Sachsen-Anhalt): Wanderungen, Wachstum, Sitzwarten und Gefährdung; Finn Hansen: Verbreitung und Gefährdung des Laubfrosches (Hyla arborea) auf Bornholm (Dänemark) und Maßnahmen zur Lebensraumoptimierung; Jan Kanzelmeier & Markus Richter: Das Schlatt-Programm der Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz - Ein Beitrag zur Sicherung und Entwicklung der Laubfrosch-Populationen; Yvonne Meuche & T. Ulmar Grafe: Nummerierte Hautimplantate - eine alternative Markierungsmethode für den Europäischen Laubfrosch (Hyla arborea)?; Jérome Pellet & Sophie Hoehn: Characterization of tree frog (Hyla arborea) calling ponds in western Switzerland; Urs Tester & Christoph Flory: Ergebnisse des Pro Natura-Programms "Laubfrosch" im Aargauer Reusstal (Schweiz); Ronald Zollinger: Das Artenschutzprogramm Laubfrosch in den Niederlanden; Silvia Zumbach: Die Laubfrösche (Hyla arborea und H. intermedia) in der Schweiz - Verbreitung, Gefährdung und Schutz

Bezug: Laurenti Verlag, s. o. E-Mail: verlag@laurenti.de, Internet: www.laurenti.de

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aus Rundbrief Nr. 26 - Februar 2005:

Atlas of the Amphibians and Reptiles of Poland - Status, Distribution, Conservation

von Glowacinski, Z. & J. Rafinski (Hrsg.)

Originaltitel: Atlas Plazów i Gadów Polski. Status, Rizmieszczenie, Ochrona. Warszawa-Kraków (Glowny Inspektorat Ochrony Srodowiska), 2003, 151 S., mit 4 Farbtafeln, ISBN 83-7217-208-0.

Der Laurenti-Verlag bietet eine beschränkte Stückzahl zu einem Preis von 39,00 € (inkl. Versandkosten im Inland, Ausland plus 4,- Euro Versandkosten) an. Das Buch ist in Polen nicht im Buchhandel erhältlich, die Auflage ist gering. Nach langen Jahren der Vorarbeit ist endlich ein neuer Verbreitungsatlas für die Amphibien und Reptilien Polens verfügbar. Kernstück sind farbig gestaltete Verbreitungskarten für alle Arten mit einer Auflösung von 10 x 10 km. Gleichzeitig werden auch Karten auf UTM-Basis mit einem Raster von 50 x 50 km angeboten. Für alle Arten werden zwei Zeitkategorien unterschieden, nämlich bis 1970 und nach 1970, für seltene Arten (Emys orbicularis, Lacerta viridis, Elaphe longissima und Coronella austriaca) auch noch eine Zeitkategorie bis 1950. Die einleitenden Kapitel liegen auch in Englisch vor, dazu findet sich bei jeder Art eine knapp gehaltene englische Zusammenfassung. Von besonderem Interesse dürfte auch das über 22 Seiten gehende Literaturverzeichnis sein.

Bezug: Laurenti Verlag, Diemelweg 7, D-33649 Bielefeld; Tel.: 05241/9619303, Fax: 9619304 E-Mail: verlag@laurenti.de, Internet: www.laurenti.de 

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aus Rundbrief Nr. 30 - Januar 2006:

Die Lurche und Kriechtiere Sachsen-Anhalts
- Verbreitung, Ökologie, Gefährdung und Schutz -

von Frank Meyer, Jürgen Buschendorf, Uwe Zuppke, Fred Braumann, Martin Schädler und Wolf-Rüdiger Grosse (Hrsg.)

Zeitschrift für Feldherpetologie, Supplement 3, Laurenti-Verlag, Bielefeld

Bielefeld (Laurenti-Verlag) Januar 2004, 240 S., mit zahlr. Tab. und Abb. sowie 8 Farbtafeln; Abo-Preis: 26,50 € inkl. Versandkosten (Einzelpreis: 30,- € inkl. Versandkosten), Br, 17 x 24 cm, ISBN 3-933066-17-4

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Geschichte der herpetologischen Erforschung Sachsen-Anhalts

1.2 Projekt „Herpetofauna Sachsen-Anhalt“ - Datengrundlagen, Methoden und Bearbeitungsstand

1.3 Verzeichnis der Mitarbeiter - Danksagung

2 Naturräumliche Gliederung Sachsen-Anhalts

3 Ergebnisse

3.1 Gesamtartenspektrum in der Übersich

3.2 Spezieller Teil - Einzelbeschreibung der Arten

4 Gefährdung und Schutz

4.1 Rote Liste der gefährdeten Lurche und Kriechtiere

4.2 Amphibien- und Reptilienschutz

4.2.1 Gesetzliche und administrative Schutzmaßnahmen

4.2.2 Praktische Schutzmaßnahmen

4.2.3 Schutz der Amphibienfauna im besiedelten Bereich

4.3 Weiterer Forschungsbedarf - Ausblick

5 Literatur

Nach dem Verbreitungsatlas der Amphibien Sachsens ist nun auch ein Verbreitungsatlas der Lurche und Kriechtiere des Bundeslandes Sachsen-Anhalt erschienen. Seit Mitte der 90er Jahre wurde dieses Bundesland nahezu flächendeckend kartiert und nun konnten die über 19300 Datensätze zum ersten Mal punkt- bzw. flächenscharf in einem Verbreitungsatlas dargestellt werden. Hervorzuheben ist, dass sowohl die Erarbeitung der Datengrundlage als auch die Auswertung und Darstellung der Ergebnisse im Verbreitungsatlas in ausschließlich ehrenamtlicher Tätigkeit von den Mitgliedern des NABU-Landesfachausschusses Feldherpetologie in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt geleistet wurden.
Der insgesamt 240 Seiten starke Verbreitungsatlas ist in verschiedene Abschnitte untergliedert. Nach einem Vorwort der Herausgeber folgt eine längere Einführung, in der die Geschichte der herpetologische Erforschung von Sachsen-Anhalt, die Organisation des aktuellen Projektes, die Kartiermethoden, die Dokumentation und Aufbereitung sowie die Prüfung und Auswertung der Daten dargestellt werden. Komplettiert wird die Einführung durch ein Verzeichnis sämtlicher Mitarbeiter und eine Danksagung. Anschließend folgt eine sehr ausführliche Beschreibung der naturräumlichen Gliederung Sachsen-Anhalts mit allen sieben Großlandschaften, die insgesamt 49 verschiedene Landschaftseinheiten umfassen. Danach folgt der Ergebnisteil, der nach der Darstellung der gesamten Funde die Verbreitungskarten aller 18 Amphibien- (einschließlich des Hybriden Rana kl. esculenta) und 7 Reptilienarten des Bundeslandes enthält. Anschließend folgt noch ein Kapitel über "eingebürgerte" Arten. Im abschließenden Teil wird ausführlich auf die Gefährdung und den Schutz der Herpetofauna von Sachsen-Anhalt eingegangen. Das wichtigste Kapitel umfasst die Anmerkungen zur Roten Liste Sachsen-Anhalts von 1992 und die Begründungen zu den aktuellen Einstufungen aller Arten, die sich in der im Druck befindlichen neuen Roten Liste niederschlagen werden. Je ein Beitrag zu den gesetzlichen Schutzbestimmungen in Deutschland und in Sachsen-Anhalt, zu Aspekten des Amphibien- und Reptilienschutzes in der Landschaftsplanung, zum Amphibienschutz an Verkehrswegen, zum Schutz der Amphibienfauna im Siedlungsbereich sowie zu den sonstigen Aktivitäten zum Schutz der Herpetofauna in Sachsen-Anhalt runden das Kapitel ab. Ein kurzer Beitrag zum weiteren Forschungsbedarf, ein ausführliches Literatur- und ein Abkürzungsverzeichnis finden sich am Ende des Atlas.
Für Feldherpetologen aus anderen Bundesländern sind natürlich die Kapitel zur Verbreitung der einzelnen Arten am interessantesten, insbesondere weil in Sachsen-Anhalt Feuersalamander, Bergmolch, Fadenmolch und Geburtshelferkröte ihre nordöstlichen Arealgrenzen haben und auch die westliche Verbreitungsgrenze der Rotbauchunke mitten durch das Bundesland verläuft. Zusätzlich sind auch noch die isolierten Springfroschvorkommen von besonderem zoogeografischen Interesse. Da die Artkapitel von unterschiedlichen Autoren bearbeitet wurden, sind sie gelegentlich etwas uneinheitlich. Besonders die voran gestellten Kurzbeschreibungen der jeweiligen Art und die Beschreibung ihres europäischen Verbreitungsgebietes wirken überwiegend banal und sind häufig fehlerhaft. Hier kann der Leser beispielsweise erfahren, wie sich ein Bergmolch von einem jungen Kammmolch unterscheidet (S. 61), dass der Teichmolch nicht auf den "Iberischen Inseln" verbreitet ist (S. 72), dass der Laubfrosch nicht in der Lage ist, das Wetter vorherzusagen (S. 115), der Moorfrosch unter anderem bis "Nord-Jugoslawien" vorkommt (S. 122) und "Kreuzottern als lebendgebärend gelten, da die Jungen die Eihülle während des Geburtsvorganges verlassen" (S. 185). Außerdem ist die Beschreibung der Verbreitung des Seefrosches inzwischen völlig überholt (S. 142) und die eigenständige Art Anguis cephallonica wird immer noch als Unterart der Blindschleiche Anguis fragilis peloponnesiacus geführt (S. 160). Eine konkrete Aussage zur Unterartzugehörigkeit der sachsen-anhaltischen Feuersalamanderpopulationen sucht man dagegen vergeblich. Insgesamt sind diese Unterkapitel in einem Verbreitungsatlas, der fast ausschließlich von Fachleuten gelesen wird, vollkommen überflüssig.
Leider fallen beim Lesen der Artkapitel weitere Fehler auf, wie zum Beispiel die Angabe zu den Größenunterschieden von männlichen und weiblichen Rotbauchunken (S. 89). Außerdem ist der erste Absatz zur Verbreitung der Kreuzkröte in Sachsen-Anhalt wortgleich mit dem Absatz im Kapitel über die Wechselkröte (S. 104 und S. 112) und der zweite Absatz über Gefährdung und Schutz des Moorfrosches ist - vielleicht durch einen fehlenden Textteil - unverständlich (S. 126). Auch das Literaturverzeichnis ist nicht vollständig; bei einer stichprobenartigen Durchsicht fehlte z. B. das Zitat "Sänger (1956)". Insgesamt hätte man sich hier ein sorgfältigeres Gegenlesen und Korrigieren von Seiten der Herausgeber gewünscht. Dadurch hätten viele dieser kleinen Fehler leicht vermieden werden können.
Sehr merkwürdig mutet dann das Kapitel über "eingebürgerte" Arten an. Hier wird ausführlich auf den Grottenolm eingegangen. Insgesamt 18 Tiere wurden in den Jahren 1931 und 1956 in einem künstlichen Becken in der Herrmannhöhle im Harz ausgesetzt. Von diesen Tieren lebten im Jahr 1985 noch 12 Tiere, die von Höhlenmitarbeitern regelmäßig mit "handelsüblichem Fischfutter" versorgt werden. Eine Fortpflanzung konnte nie erfolgen, da es sich ausschließlich um männliche Exemplare handelt. Warum diese Tatsachen ausführlich in einem eigenen Kapitel auf über zwei Seiten mit Abbildung in einem Verbreitungsatlas der heimischen Herpetofauna dargestellt werden, ist völlig unverständlich, zumal es sich hier natürlich nicht um eine echte Einbürgerung handelt. Legt man solche Kriterien zugrunde, müssten demnächst zum Beispiel in einer lokalen Fauna über die Säugetiere der Stadt Münster auch die Indischen Elefanten des Münsteraner Zoos mit bearbeitet werden, besonders weil die sich ja sogar gelegentlich fortpflanzen. Und über die Flut von "eingebürgerten" Arten in einer lokalen Bearbeitung der Vogelwelt möchte man gar nicht erst nachdenken, müssten doch alle Arten von exotischen Kleinvögeln berücksichtigt werden, die sich im Tropenhaus des zoologischen Gartens zumeist regelmäßig und erfolgreich vermehren und damit schon deutlich mehr Einbürgerungskriterien erfüllen als die sachsen-anhaltischen Grottenolme. Anschließend wird die Problematik der "eingeschleppten" Schildkrötenarten dagegen auf nur einer dreiviertel Seite abgehandelt.
Die Aufmachung des Atlas ist erheblich schlichter als beim kürzlich erschienen Pendant aus Sachsen, das allerdings auch sehr stark mit Landesmitteln gefördert wurde. Die meisten Leser dürften allerdings eine Übersichtskarte über das Bundesland Sachsen-Anhalt schmerzlich vermissen, ist doch die Lokalisation beispielsweise der Flussniederungen von Aland, Tanger, Mulde, Weißer und Schwarzer Elster, Luppe oder Unstrut für den Ortsunkundigen nicht so ohne weiteres zu bewältigen. Auch eine durchsichtige Folie mit den naturräumlichen Einheiten zum Auflegen auf die Verbreitungskarten gibt es leider nicht. Mit je vier Farbseiten à drei Fotos zu den Biotoptypen und den Amphibien- und Reptilienarten ist die Ausstattung mit Fotos ebenfalls eher sparsam. So werden fünf der behandelten Arten gar nicht erst abgebildet. Ist dies noch zu verschmerzen, da ohne Förderung die Kosten für ein solches Werk einfach gering gehalten werden müssen, ist leider festzustellen, dass es den Herausgeben in sehr vielen Fällen nicht gelungen ist, Fotos von Individuen aus Sachsen-Anhalt aufzutreiben. So zeigen 5 der 12 Farbfotos Individuen aus anderen Bundesländern, was sogar abgebildete Besonderheiten wie rotrückige Zauneidechsen betrifft, und insgesamt stammt fast die Hälfte aller Fotos von Tieren aus benachbarten Bundesländern. Mit etwas mehr Engagement seitens der Herausgeber wäre es bei der recht großen Anzahl der Kartierer sicherlich möglich gewesen, für einen Atlas über die in Sachsen-Anhalt heimische Herpetofauna auch gute Bilder einheimischer Tiere aufzutreiben, zumal dies auch Arten wie Teich- und Kammmolch betrifft, die ziemlich häufig und weit verbreitet sind.
Trotz der aufgeführten Mängel kann der Verbreitungsatlas der Amphibien und Reptilien Sachsen-Anhalts dem interessierten Herpetologen aber durchaus empfohlen werden, da das Werk insgesamt eine Fülle wertvoller und interessanter Informationen enthält. Allerdings ist der Preis mit 30,00 € (Abo 26,50 €) jeweils inklusive Versand nicht ganz niedrig. 

Thomas Mutz

Bezug: Laurenti Verlag, Diemelweg 7, 33649 Bielefeld; Tel.: 05241/961930-3, Fax: -4; E-Mail: verlag@laurenti.de, Internet: www.laurenti.de

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aus Rundbrief Nr. 30 - Januar 2006:

Der Feuersalamander

von Burkhard Thiesmeier

Supplement der Z. f. Feldherpetologie 4. Bielefeld (Laurenti); Oktober 2004, 192 S., 71 Abb., 16 Tab. und 32 Tafeln in Farbe. Abo-Preis: ca. 26,50 € inkl. Versandkosten (Einzelpreis: ca. 30,- € inkl. Versandkosten), Gebunden, 15 x 21 cm, ISBN 3-933066-21-2

Kaum eine andere Amphibienart ist in Europa so weit verbreitet, hat so viele Unterarten ausgebildet, konnte so viele verschiedene Lebensräume mit so unterschiedlichen Anpassungsstrategien erobern und ist nebenbei auch noch so gut erforscht wie der Europäische Feuersalamander (Salamandra salamandra). Daher liegt es nahe, dass in einem ambitionierten Verlag mit überwiegend herpetologischer Ausrichtung wie dem Laurenti-Verlag aus Bielefeld auch dieser Art ein eigenes Werk gewidmet wird, zumal der Autor schon am Kapitel über den Feuersalamander im kürzlich erschienen "Handbuch der Reptilien und Amphibien Europas" maßgeblich beteiligt war (Thiesmeier & Grossenbacher 2004). Aufgrund des großen Umfanges von 192 Seiten ist diese Artmonografie nun nicht als Beiheft, sondern als Supplementband der Zeitschrift für Feldherpetologie erschienen.
Nach einer kurzen Einleitung beginnt der Band mit dem Kapitel "Beschreibung, Systematik und Verwandtschaft". Aufgrund neuerer genetischer Untersuchungen sind in den letzten Jahren einige ehemalige Unterarten des Feuersalamanders in den Artrang erhoben worden. Dies betrifft den Korsischen (S. corsica) ebenso wie den Nordafrikanischen (S. algira) und den Vorderasiatischen Feuersalamander (S. infraimmaculata). Zum Teil sind diese Arten auch wieder in Unterarten gegliedert. Im Gegensatz zum "Handbuch der Amphibien und Reptilien Europas", in dem die außereuropäischen Formen leider nicht berücksichtigt werden, wird an dieser Stelle erfreulicherweise die gesamte Feuersalamander-Gruppe, bestehend aus vier Arten mit insgesamt 15 Unterarten (einschließlich der umstrittenen Form S. s. beschkovi und der nie anerkannten aber als Unterart diskutierten Form S. s. werneri), vollständig behandelt.
Auch im anschließenden Kapitel "Verbreitung" werden alle Arten und Unterarten (außer S. s. beschkovi und S. s. werneri) aus der Feuersalamander-Gruppe dargestellt, wobei deutlich wird, dass teilweise mehr und genauere Informationen über die außereuropäischen Vorkommen vorliegen als über die Verbreitung des Feuersalamanders in einigen Teilen Europas wie beispielsweise dem Balkan. Besonders ausführlich wird die Verbreitung in Deutschland einschließlich der Grenzen und Überschneidungsgebiete der beiden hier beheimateten Unterarten S. s. salamandra und S. s. terrestris dokumentiert.
Im Kapitel "Lebensräume und Vergesellschaftung" werden hauptsächlich die Landhabitate, Tagesverstecke und Winterquartiere ebenso wie die Laichgewässer in Mitteleuropa dargestellt. Auf die sehr unterschiedlichen Biotoptypen in Südeuropa, wo der Feuersalamander an einigen Stellen sogar als Kulturfolger mit einer urbanen Verbreitung auftritt, wird in einem eigenen Unterkapitel eingegangen.
Vergleichsweise kurz ist das Kapitel "Balz und Paarung", hauptsächlich wohl deshalb, weil diese Thematik schon in anderen Werken ausführlich behandelt wurde und kaum neue Erkenntnisse in den letzten Jahren hinzugekommen sind.
Sehr ausführlich wird dann im Kapitel "Die Larvalphase: kurz, aber ent-scheidend" auf die Entwicklung des Feuersalamanders und ihre ökologischen Aspekte eingegangen. Dies ist sicher ein Hauptthema des vor-liegenden Buches, worauf schon in der Einleitung vom Autor hingewiesen wird, der vor einigen Jahren hierüber auch seine Dissertation geschrieben hat (Thiesmeier 1988). Vom Zeitpunkt der Geburt, über die Anzahl und Größe der Larven pro Muttertier, die Entwicklungsdauer der Larven, ihre Nahrung und Feinde bis zu Metamorphose und Landgang wird dieser für die Evolution und Populationsdynamik der Art so wichtige Lebensabschnitt ausführlich bearbeitet. Aufgrund der Untersuchungen, die vornehmlich in Deutschland und nur zu einem kleinen Teil in angrenzenden Ländern durchgeführt wurden, liegt der Betrachtungsschwerpunkt deutlich auf den mitteleuropäischen Populationen. Auf die sehr interessante Fortpflanzung der südeuropäischen Feuersalamander, die teilweise eine verlängerte Larvalphase besitzen, teilweise aber auch voll metamorphosierte Jungtiere an Land gebären (Juvieparie) und die Entstehung dieser zum Teil mehrfach parallel entwickelten Strategien wird in einem eigenen Unterkapitel eingegangen. Abschließend werden die besonderen ökologischen Bedingungen, die für die Larven in Fließgewässern herrschen, beschrieben.
Im nächsten Kapitel "Das lange Leben an Land" wird deutlich, dass über diesen Lebensabschnitt des Feuersalamanders - insbesondere über die juvenilen Tiere - deutlich weniger Erkenntnisse vorliegen als über die Larvalphase. Es werden alle wichtigen Bereiche aus dem Leben adulter Tiere wie Alter, Nahrung, Feinde, Aktivitätsrhythmen, Aktionsradien, Ortstreue, Giftigkeit etc. eingehend behandelt. Ein eigener Abschnitt ist der sehr interessanten Populationsdynamik des Feuersalamanders gewidmet, der als Larve eine deutliche "r"- als adultes Tier dagegen eine "K"-Strategie zeigt.
Alle wichtigen Gefährdungsfaktoren und die Möglichkeiten zum Schutz des Feuersalamanders werden im Kapitel "Gefährdung und Schutz" behandelt, wobei die Landlebensräume und die Larvalgewässer getrennt betrachtet werden, weil auf beide Bereiche ganz unterschiedliche Faktoren wirken. Ein kleines Kapitel über den Schuhe tragenden Verwandten "Lurchi", ein ausführliches Literaturverzeichnis mit 339 zitierten Arbeiten und ein kurzes Register beschließen das Buch.
Diese Artmonografie wurde sehr kompetent und gründlich ausgearbeitet und ist so informativ, dass beim Leser kaum Wünsche offen bleiben. Die große Sorgfalt zeigt sich unter anderem darin, dass im gesamten Buch kaum Fehler zu finden sind. Beim sorgfältigen Durchlesen fielen lediglich zwei unbedeutende inhaltliche Fehler auf. So sind die Längenangaben zu den Kiemenästen der Feuersalamanderlarven bei 20 % und 100 % Sauerstoffsättigung im Wasser vertauscht (S. 109), ebenso wie die beiden Begriffe "physiologisch" und "morphologisch" im Zusammenhang mit den evolutionären Anpassungen des Feuersalamanders an die Larven gebärende Fortpflanzungsweise (S. 161). Auch die Anzahl von simplen Schreibfehlern ist erfreulich gering und bei den Abbildungen wurde lediglich einmal ein Foto verkehrt herum gesetzt (S. 18, Tafel 2, oben).
Besonders hervorzuheben ist die reichhaltige Bebilderung dieses Bandes. Auf 32 Farbtafeln werden alle Arten und Unterarten der Feuersalamander-Gruppe bis auf die umstrittene Unterart S. s. beschkovi in zum Teil mehreren Varianten auf insgesamt 69 Farbfotos vorgestellt. Dies dürfte in der herpetologischen Literatur eine bislang einmalige Sammlung von farbigen Abbildungen sein, welche die faszinierende Vielfalt und die Variationsbreite des Feuersalamanders eindrucksvoll dokumentiert. Zusätzlich gibt es noch 14 Farbbilder von Lebensräumen aus den verschiedensten Teilen des Verbreitungsgebietes, 7 von Larven und 9 weitere Bilder zu Geburt, Farbkleidentwicklung und Farbanomalien. Zusammen mit den 71 Schwarzweißabbildungen und dem festen "natürlich" ganz in schwarz-gelb gehaltenen Einband rechtfertigt diese Ausstattung auch den Preis des Buches.
Insgesamt betrachtet ist es dem Autor ganz hervorragend gelungen, ein aktuelles Profil der Artengruppe Feuersalamander zu zeichnen. Das gesamte Werk kann jedem interessierten Feldherpetologen oder Terrarianer, der sich näher mit dem Feuersalamander beschäftigen möchte, uneingeschränkt empfohlen werden.

Literatur
Thiesmeier, B. (1988): Zur Ökologie und Populationsdynamik des Feuersalamanders (Salamandra salamandra terrestris Lacépède, 1788) im Niederbergischen Land unter besonderer Berücksichtigung der Larvalphase. - Dissertation Universität- Gesamthochschule Essen.
Thiesmeier, B. & K. Grossenbacher (2004): Salamandra salamandra (Linnaeus, 1758) - Feuersalamander. In: Thiesmeier, B. & K. Grossenbacher (Hrsg.): Handbuch der Reptilien und Amphibien Europas. Schwanzlurche IIB: 1059-1132. - Wiebelsheim, Aula-Verlag.

Thomas Mutz

Bezug: Laurenti Verlag, Diemelweg 7, 33649 Bielefeld; Tel.: 05241/961930-3, Fax: -4; E-Mail: verlag@laurenti.de, Internet: www.laurenti.de 

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Buchvorstellungen

aus Rundbrief Nr. 30 - Januar 2006:

Bioakustik der Froschlurche. Einheimische und verwandte Arten

von Hans Schneider

Supplement der Zeitschrift für Feldherpetologie 6, Laurenti-Verlag, 136 S. plus Audio-CD, ISBN 3-933066-23-9, Preis: 26,00 €

Das umfangreiche und detaillierte Buch "Bioakustik der Froschlurche" von Prof. Hans Schneider aus Bonn ist das Ergebnis jahrzehntelanger Feldstudien in ganz Europa. Seine über 40 Jahre kontinuierlich fortgesetzten Arbeiten werden hier erstmals zusammenfassend dargestellt. Behandelt werden die Rufe und das Rufverhalten der 14 einheimischen Arten unter Auftrennung des Wasserfrosch-Komplexes sowie 11 verwandter Arten aus Europa und angrenzenden Gebieten, darunter einige von ihrer Typuslokalität. Neben den Paarungsrufen bei teilweise verschiedenen Wasser- oder Lufttemperaturen werden auch Revier- und Befreiungsrufe vorgestellt. Zu jeder Art veranschaulichen Oszillogramme die zeitliche Gliederung der Rufe und Sonagramme (Frequenzspektrogramme) die beim Rufen verwendeten Tonhöhen. Textlich detailliert beschrieben werden das Paarungs- und Rufverhalten der Arten über ihre Aktivitätsperioden hinweg sowie die Abhängigkeit der Paarungsrufe von der Körpergröße der Tiere, von Wasser- und Lufttemperaturen, Niederschlag, Tageszeit etc. Von fast allen Arten sind auch Fotos während des Rufens abgebildet.
Besonders erwähnenswert ist die im Preis enthaltene CD, die mit 83 Tracks für jede Art zwischen zwei und maximal sieben verschiedene Ruffrequenzen präsentiert, die H. Schneider über viele Jahre hinweg sowohl im Freiland als auch im Labor zusammengetragen hat. Sehr anschaulich werden so Rufe bei verschiedenen Wasser- und Lufttemperaturen sowie unterschiedlichen Größen der Tiere vorgestellt. Neben dem Eigengebrauch ist diese CD zusammen mit einem transportablem CD-Player sehr empfehlenswert für Exkursionen und Vorträge: Sie er-möglicht es, das ganze Spektrum der heimischen Froschlurche ein-drucksvoll zu präsentieren. 

Monika Hachtel

Bezug: Laurenti Verlag, Diemelweg 7, 33649 Bielefeld; Tel.: 05241/961930-3, Fax: -4; E-Mail: verlag@laurenti.de, Internet: www.laurenti.de

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aus Rundbrief Nr. 30 - Januar 2006:

Verhalten der Zauneidechse. Kampf - Paarung - Kommunikation

von Gerhard Weyrauch
und einem Vorwort von Hans-Konrad Nettmann

Supplement 8 der Zeitschrift für Feldherpetologie, September 2005, 144 S., 83 Abb.; 24,- € (bei Abo der Supplemente nur 20,50 Euro), ISBN 3-933066-27-1

Die zugrundeliegenden Untersuchungen hat der Autor bereits Anfang der 70er Jahre erhoben, aber - darauf weist Hans-Konrad Nettmann in seinem Vorwort zu dieser Arbeit hin - aus verschiedenen Gründen erst 1985 als Dissertationsdruck eingereicht (erschienen 1986). Die Arbeit von Weyrauch ist daher auch ein Zeugnis der Ethologie dieser Zeit und als klassische Studie auf Basis des Ethogramms zu sehen. Manche Erklärungen würden im Lichte der modernen Soziobiologie heute sicher etwas anders ausfallen, doch stellt diese Arbeit auch nach mehr als 20 Jahren wohl die ausführlichste Verhaltenstudie über Zauneidechsen dar und ist daher eine maßgebliche Quelle zur Lacertiden-Ethologie. Sie blieb leider weitgehend unbeachtet und wurde selbst von Zauneidechsen-Forschern nur sehr selten zitiert. Mit der Veröffentlichung im Laurenti-Verlag darf man hoffen, dass sie - wenn auch mit einiger Verspätung - stärkere Beachtung und die verdiente Würdigung finden wird. Der Meinung, die Hans-Konrad Nettmann in seinem Vorwort formuliert, dass, wer zukünftig über das Verhalten von Lacertiden arbeitet, sich mit der wichtigen Arbeit von Weyrauch befassen muss, darf ich mich hier uneingeschränkt anschließen. 

M. Schlüpmann

Bezug: Laurenti Verlag, Diemelweg 7, 33649 Bielefeld; Tel.: 05241/961930-3, Fax: -4; E-Mail: verlag@laurenti.de, Internet: www.laurenti.de

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aus Rundbrief Nr. 30 - Januar 2006:

Faksimile Reprint der "Synopsis Reptilium" von Laurenti 1768

Specimen Medicum, Exhibens Synopsin Reptilium Emendatam cum Experimentis Circa Venena et Antidota Reptilium Austriacorum.
Medical Treatise, Exhibiting an Emended Synopsis of Reptiles, with Experiments Concerning Venoms and Antidotes for Austrian Reptiles

Faksimile Reprint des lateinischen Originals von Josephi Nicolai Laurenti mit einer englischen Übersetzung von Sergius L. Kuzmin und einem Vorwort von Wolfgang Böhme
Supplement 7 der Zeitschrift für Feldherpetologie, Juni 2005, 247 S., Br, 15 x 21 cm; 30,- € (bei Abo der Supplemente nur 26,50 €), ISBN 3-933066-24-7

Der Name Laurenti ist vielen Herpetologen wohl vertraut. Viele wissenschaftliche Namen der Amphibien und Reptilien nennen als Erstautor Laurenti und die Jahreszahl 1768. Burkhard Thiesmeier hat sogar seinen Verlag nach ihm benannt. Laurenti publizierte seine "Synopsis Reptilium", die seinerzeit noch beide Tiergruppen - Amphibien und Reptilien - umfasste, in der damaligen Wissenschaftssprache Latein. 242 Arten in 30 Gattungen wurden von ihm beschrieben. 39 Namen von Arten und Gattungen sind bis heute gültig. Es ist nicht der erste Reprint dieses nur 10 Jahre nach dem grundlegenden Werk von Linnaeus 1758 erschienen Klassikers der herpetologischen Systematik. Bereits 1966 erschien bei A. Asher & Co. in Amsterdam ein Reprint. Dennoch sind beide Nachdrucke nicht vergleichbar, da das jetzt im Laurenti-Verlag erschienene Buch ungleich mehr bietet. Der russische Herpetologe Sergius L. Kuzmin hat sich der mühevollen Arbeit unterzogen, das lateinische Original dieser grundlegenden Arbeit zu übersetzten. Original und Übersetzung sind in diesem Reprint gegenüber-gestellt. Kuzmin liefert zugleich eine interessante Einführung, kommentiert und erläutert den Text in Endnoten und schlüsselt am Ende die teilweise veraltete Nomenklatur auf. Damit ist ein Klassiker inzwischen wieder verfüg- und lesbar geworden. Autor und Verleger darf gedankt werden. 

M. Schlüpmann

Bezug: Laurenti Verlag, Diemelweg 7, 33649 Bielefeld; Tel.: 05241/961930-3, Fax: -4; E-Mail: verlag@laurenti.de, Internet: www.laurenti.de

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aus Rundbrief Nr. 30 - Januar 2006:

Amphibien und Reptilien im Kreis Borken

Arbeitskreis Herpetofauna Kreis Borken, Redaktion: Dietmar Ikemeyer, Friedrich Pfeifer, Christoph Aschemeier, Jörg Kinkele (mit Beiträgen von Christoph Aschemeier, Bernd von Bülow, Hans Glader, Dietmar Ikemeyer, Jörg Kinkele, Ralf Krechel, Thomas Mutz, Matthias Olthoff, Peter Pavlovic, Friedrich Pfeifer, Richard Podloucky, Martin Steverding, Jan Strionks, Ralf Volmer, Marten Zonderwijk)

Verlag/Herausgeber: Biologische Station Zwillbrock e. V., Vreden, 2005,    156 Seiten mit 71 SW-Abbildungen und 16 Farbtafeln; 9,- €,                      ISBN 3-926211-14-8

Bezug: Biologische Station Zwillbrock e. V., Zwillbrock 10, 48691 Vreden, E-Mail: info@bszwillbrock.de; www.bszwillbrock.de

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aus Rundbrief Nr. 30 - Januar 2006:

Tagungsband zur Amphibien-Tagung 2004 in Quakenbrück

Inhalt: Rolf Wellinghorst: Amphibien als Unterrichtsthema 4, Thomas Mutz: Bestimmung und Erfassungsmöglichkeiten heimischer Amphibien 9, Thomas Mutz: Praktische Erfahrungen mit Artenhilfsmaßnahmen für den Kammmolch (Triturus cristatus) 34, Dieter Glandt: Zwei Jahrzehnte Moorfroschschutz (Rana arvalis) im Westmünsterland. Konzeption, Maßnahmen, Resultate 37, Thomas Mutz: Zur Situation des Laubfrosches (Hyla arborea) im Münsterland und die Bemühungen zum Schutz der Art 39, Andreas Husicka: Die Laubfroscherfassung in Stadt und Landkreis Osnabrück - aktueller Stand 43, Martin Gellermann: Von Kammmolchen, Autobahnen und Gewerbegebieten - Amphibienschutz durch Artenschutzrecht 51.

Bezug: Der Tagungsband kann durch Überweisung von 5 € (inkl. Versandkosten) je Exemplar auf das Konto 18812883 der Kreissparkasse Bersenbrück (BLZ 26551540) der RANA e.V. bestellt werden. Im Verwendungszweck ist bitte das Stichwort -TA- sowie die Versandanschrift anzugeben!

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aus Rundbrief Nr. 30 - Januar 2006:

Kleingewässer in Nordrhein-Westfalen - Beiträge zur Kulturgeschichte, Ökologie, Flora und Fauna stehender Gewässer

Hrsg. von Andreas Pardey & Bernd Tenbergen

Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde 67, Heft 3; November 2005, 248 S. und Beilagen (Tabellen), zahlreiche Abbildungen und Tabellen; in festem Einband, ISBN 3-924590-87-7

Beiträge zur Ökologie, Typologie, zu Naturschutzzielen, zur Kulturgeschichte anthropogener Gewässer, über Karpfenzuchtanlagen (Flora, Fauna), Artenschutzgewässer (Flora, Moose), Heideweiher (Flora), Erdfälle, das Arteninventar ausgewählter Gewässer, die Molluskenfauna, Kleingewässer in Südwestfalen (Charakteristik, Libellen, Wirbeltiere) und Libellen in Laubfrosch-Schutzgewässern.
Inhalt: Vorwort und Danksagung 3, Andreas Pardey, Karl-Heinz Christmann, Reiner Feldmann, Dieter Glandt & Martin Schlüpmann: Die Kleingewässer: Ökologie, Typologie und Naturschutzziele 7-42, Bernd Tenbergen: Anthropogen entstandene Kleingewässer - Zur kulturhistorischen und ökologischen Bedeutung kleinflächiger Stillgewässer und ihres Umfeldes 43-74, Martina Jaletzke & Bernhard Walter: Zur Flora, Vegetation und Fauna von Karpfenzuchtanlagen in Westfalen 75-90, Uwe Raabe & Klaus van de Weyer: Zur floristischen Bedeutung und Entwicklung von Artenschutzgewässern in Nordrhein-Westfalen 91-112, Carsten Schmidt, Peter Erzberger & Andreas Solga: Zur Moosflora von Artenschutzgewässern in Westfalen 113-128, Klaus Kaplan: Nährstoffarme Stillgewässer (Heideweiher) und ihre Pflanzenarten in Nordrhein-Westfalen - mit Untersuchungen zur aktuellen Bestandsentwicklung 129-151, Heinrich Terlutter: Erdfälle - Entstehung und Entwicklung natürlicher Kleingewässer im nördlichen Kreis Steinfurt 153-162, Andreas Pardey, Klaus-Jürgen Conze, Heidi Rauers & Michael Schwartze: Flora, Vegetation und Fauna ausgewählter Kleingewässer in der Westfälischen Bucht 163-190, Reiner Feldmann: Molluskenfauna westfälischer Kleingewässer - Untersuchungen 1975 bis 2000 191-200, Martin Schlüpmann, Reiner Feldmann & Albrecht Belz: Stehende Kleingewässer im Südwestfälischen Bergland - Charakteristik und Fauna am Beispiel der Libellen und der Wirbeltiere 201-222, Eberhard Günter Schmidt: Libellen als Nutznießer von Laubfrosch-Schutzgewässern im Kreis Coesfeld/Westmünsterland 223-240, OTTMAR HARTWIG: Kleingewässer als Objekte der Naturschutzdidaktik 241-248.

Bezug: Westfälisches Museum für Naturkunde, Sentruper Straße 285, 48161 Münster; Tel. 02501/591-05, Fax 02501/591-6098; Naturkundemuseum@lwl.org

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aus Rundbrief Nr. 30 - Januar 2006:

Die westpaläarktischen Wasserfrösche - von Märtyrern der Wissenschaft zur biologischen Sensation

von Jörg Plötner

Beiheft 9 der Zeitschrift für Feldherpetologie, September 2005, 160 S., 44 Abb., 9 Tab. und 8 Farbtafeln; 20,- € (bei Abo der Beihefte nur 17,50 €), ISBN 3-933066-26-3

Inhalt: 1 Systematik im Wandel der Zeit - die Arten und Formen; 1.1 Die Arten der Rana ridibunda-Gruppe sensu lato: Rana ridibunda Pallas, 1771; Rana bedriagae Camerano, 1882; Rana terentievi Mezhzherin, 1992; 1.2 Rana cretensis Beerli, Hotz, Tunner, Heppich & Uzzell, 1994; 1.3 Rana epeirotica Schneider, Sofianidou & Kyriakopoulou-Sklavounou, 1984; 1.4 Die Arten der Rana lessonae-Gruppe: Rana lessonae Camerano, 1882; Rana bergeri Günther, 1985; Rana shqiperica Hotz, Uzzell, Günther, Tunner & Heppich, 1987; 1.5 Rana perezi Seoane, 1885; 1.6 Rana saharica Boulenger in Hartert, 1913; 1.7 Formen mit ungeklärtem systematischen Status: Rana cerigensis Beerli, Hotz, Tunner, Heppich & Uzzell, 1994; Rana caralitana Arikan, 1988; Weitere bisher unbenannte Formen; 1.8 Hybridogenetische Hybriden: Rana esculenta Linnaeus, 1758; Triploide R. esculenta-ähnliche Hybriden (LLR, LRR); Rana hispanica Bonaparte, 1839; Rana grafi Crochet, Dubois, Ohler & Tunner, 1995; 2 Verwandtschaftliche Beziehungen der westpaläarktischen Wasserfrösche; 3 Das Phänomen der hybridogenetischen Fortpflanzung; 4 Populationssysteme und Populationstypen: Das R. lessonae-R. esculenta (LE)-System; Das R. bergeri-R. hispanica (BH)-System; Das R. perezi-R. grafi (PG)-System; Das R. ridibunda-R. esculenta (RE)-System; R. ridibunda-R. lessonae-R. esculenta-Populationen; Reine Hybridpopulationen; 5 Gefährdung und Schutz; 5.1 Sind Wasserfrösche überhaupt gefährdet? 5.2 Gefährdungsursachen und -faktoren: Gewässerzerstörung und -verschmutzung - Gefährdungsursache Nr. 1; Gefährdungsfaktoren in terrestrischen Habitaten; Krankheiten; Fang und Handel; Allochthone Wasserfrösche und hybridogenetische Hybriden; 5.3 Schutzmaßnahmen; 6 Ausblick; 7 Literaturverzeichnis; 8 Glossar

Bezug: Laurenti Verlag, Diemelweg 7, 33649 Bielefeld; Tel.: 05241/961930-3, Fax: -4; E-Mail: verlag@laurenti.de, Internet: www.laurenti.de

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aus Rundbrief Nr. 30 - Januar 2006:

Leben am Limit - Die Kreuzkröte.

von Detlef Münch

Beiträge zur Erforschung der Dortmunder Herpetofauna 28, synergenVerlag, Dortmund 2005, 80 Seiten mit einer eingehefteten Karte und farbigen Abbildungen auf den Umschlagseiten; 24,80 € (für ehrenamtlich im Naturschutz Tätige 16,80 €), ISSN 0937-7182, ISBN 3-935634-39-0.

Bezug: synergenVerlag, Postfach 500163, 44201 Dortmund; Email: synergen@web.de

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aus Rundbrief Nr. 30 - Januar 2006:

Soeben erschienen: Praktische Kleingewässerkunde

von Dieter Glandt

Supplement der Zeitschrift für Feldherpetologie Nr. 9, Januar 2006 200 S. zahlr. Abb. und Tab., 8 Farbseiten 17 x 24 cm, Br., 28,00 € (bei Abo der Beihefte nur 24,50 €), ISBN 3-933066-28-X

Verlagsankündigung: Stehende Kleingewässer (Tümpel, Teiche, kleine Weiher) stehen seit den 1970er Jahren bei Naturschützern hoch im Kurs. Auch Landschaftsplaner und Entscheidungsträger in den Behörden müssen sich oft mit ihnen beschäftigen, und Lehrer setzen sie im Unterricht ein. Bislang fehlte jedoch ein Leitfaden und Nachschlagewerk, das diese Gewässer, ihre Ökologie und Pflege sowie ihren Schutz informativ und übersichtlich behandelt. Das vorliegende Buch soll diese spürbare Lücke im Schrifttum schließen. Hierzu hat der Autor eine umfangreiche Literatur ausgewertet und seine eigenen 40-jährigen Freilanderfahrungen mit einfließen lassen.
Das Buch bringt nicht nur Standardwissen, sondern belegt, dass Vieles noch in der Diskussion ist. Dies betrifft bestimmte Pflegemaßnahmen, die Bewertung von Kleingewässern und den aktuellen Fragenkomplex der Leitbildfindung. Forschung und Praxis sind gemeinsam gefordert, offene Fragen konstruktiv anzugehen und Lösungen zu finden. Hierzu werden Anregungen gegeben.
Das Buch führt auch in die Kartierung und praktische Untersuchung von Kleingewässern ein, behandelt Möglichkeiten der Einbindung in den Schulunterricht und in Hochschulseminare. Auch Hinweise für eine naturnahe Gestaltung von Gartenteichen werden gegeben sowie die zu beachtenden Rechtsvorschriften behandelt. Nützliche Zusatzinformationen werden in übersichtlichen Infokästen geboten.
Das Buch stellt die notwendige Ergänzung und Klammer zu den vorhandenen Naturführern über die Süßwasserlebewelt einerseits und den Hochschullehrbüchern zur Limnologie andererseits dar. Es ist deshalb unentbehrlich für alle, die mit dem Thema Kleingewässer in der Praxis zu tun haben.

Bezug: Laurenti Verlag, Diemelweg 7, 33649 Bielefeld; Tel.: 05241/961930-3, Fax: -4; E-Mail: verlag@laurenti.de, Internet: www.laurenti.de

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