Im
Zoo- und Terrarienhandel werden Ochsenfrösche seit langem gehandelt. Als
Larven und Jungfrösche wurden sie im Tierhandel und Gartenfachgeschäften
teilweise gezielt für Gartenteiche in großer Zahl verkauft. Z. T.
sind auch andere Arten in den Verkauf gelangt. Wer hierzu nähere Angaben
machen kann, sollte dies dem Arbeitskreis mitteilen. In allen
nachvollziehbaren Fällen, die uns bis dato genannt wurden, sind
Gartenteiche die Aussetzungsgewässer. Von hier aus ist dann bei fehlender
Gewässerabschrankung ein Auswandern in die Umgegend möglich.
Gartenteichflüchtlinge und ausgesetzte Tiere gelangen daher immer wieder
in die Natur.
Mittlerweile sind reproduzierende Populationen aus
dem Bonner Raum belegt. Von zwei weiteren Gartenteichen wurde bekannt, dass
die dort ausgesetzten Ochsenfrösche wieder eingefangen wurden. Aus
anderen Regionen, so aus dem Raum Unna, gibt es Hinweise auf sich
vermehrende Ochsenfrösche, „die dort in vielen Gärten seien“.
Bearbeitungstand
Nov. 2004
Die weitere Entwicklung ist nicht abschätzbar.
Möglicherweise bleibt die Art aber auf Talauen und Niederungen
beschränkt. Ob die Art in den heimischen Biozönosen Schaden anrichtet,
ist letztlich nicht bekannt. Problemtisch ist die Entwicklung aber allemal
und ein Beispiel dafür, wie leichtsinnig und unqualifiziert
fremdländische Pflanzen- und Tierarten gehandelt werden. Der Tierhandel
macht seine Geschäfte, die Natur hat den Schaden und die Allgemeinheit
soll die Folgekosten tragen. Es fehlt an gesetzlichen Regelungen, die den
Garten- und Zoohandel für die Folgeschäden regresspflichtig machen
können.