Die Amphibien und Reptilien in Nordrhein-Westfalen

Teil III.1 - Die Reptilien: Echsen

Mauereidechse (Podarcis muralis)

letzte Aktualisierung: 24.01.2009

Zwei Mauereidechsen, nicht aus Nordrhein-Westfalen sondern aus Südwestfrankreich (August 2000); links ein Männchen, rechts ein Weibchen. Fotos: Martin Schlüpmann.

Abgesehen von einigen ausgesetzten Tieren, ist die Mauereidechse auf das südliche Rheinland, speziell das Siebengebirge, das Drachenfelser Ländchen und wenige Funde am Rande der Eifel beschränkt (vgl. Haese in Geiger & Niekisch 1983, Blab et al. 1991). Jedes dieser Vorkommen sollte im Rahmen der Kartierung aufgesucht und überprüft werden. Mauereidechsen besiedeln Felswände, Steinbrüche, Mauern und steinige Uferbefestigungen. Wo sie auftritt ist sie in der Regel relativ leicht nachzuweisen.

  

Mauereidechsen-Weibchen aus Heilbronn (Baden-Württemberg 1999). Foto: M. Schlüpmann. Rechts: Mauereidechse vom Mittelrhein südlich von Koblenz (Rheinland-Pfalz) Foto: Sascha Görg 17.03.2003.

Populationsbiologische Untersuchungen führte Dexel (1986) durch.

Die natürlichen Vorkommen sind auf die Nordeifel und die südliche niederrheinische Bucht beschränkt (s.o.). Immer wieder kam und kommt es zu illegalen Aussetzungen. Einige der ausgesetzten Populationen (z. B. an der Hohensyburg im Süden Dortmunds, im Botanischen Garten Bochum) halten sich bereits seit vielen Jahren. Die ausgesetzten Populationen sollten in Hinblick auf Vitalität, Fortpflanzung und Ausbreitung beobachtet werden.

Zur Unterscheidung der drei heimischen Eidechsenarten (Wald-, Zaun- und Mauereidechse) siehe Rundbrief Nr. 28 April 2005 (Bestimmungshilfen: Pdf-Datei 3120 kB hier laden).

Blindschleiche ] Waldeidechse ] Zauneidechse ] [ Mauereidechse ] Smaragdeidechse ] Schlingnatter ] Kreuzotter ]

Home ] Nach oben ]