
Waldeidechse
in einem seit langem aufgelassenen Kalksteinbruch nordöstlich von Belecke
(Warstein, Kreis Soest 18.5.1997). Foto: M. Schlüpmann.

Dasselbe
Tier von unten. Foto: M. Schlüpmann.
Die
Waldeidechse ist in ganz NRW verbreitet und in vielen Regionen nicht
selten. Dennoch liegt zu vielen Fragestellungen nur wenig konkretes
Datenmaterial vor. Wünschenswert wären vor allem Daten zu
Bestandsgrößen auf definierten Probeflächen (z.B. Waldlichtungen und
Wegböschungen). Auch mangelt es an populationsbiologischen
Untersuchungen. Immerhin hat neuerdings Kornacker (1993) eine Studie aus
dem Rheinland vorgelegt, die eine Reihe interessanter Daten zur
Morphometrie, Altersstuktur, Wachstum und Mobilität beinhaltet. Hier
liegt noch ein weites Betätigungsfeld für interessierte Laien und
Biologen.


Waldeidechse im
Schotter eines Bahndammes im Almetal bei Brilon (Hochsauerlandkreis
4.5.1997). Foto: M. Schlüpmann.
Die
Waldeidechse besiedelt Lichtungen, Schonungen, Wegböschungen und andere
Säume, wo die Tiere sonnend auf Totholz, Baumstümpfen oder trockenem
Gras zu finden sind. Auch unter der Rinde von Baumstümpfen sind junge und
alte Tiere aufzuspüren. Es lohnt sich, wie bei allen Reptilien,
Fundumstände (Wetter, Tageszeit) und Strukturen an der Fundstelle zu
notieren.

Lebensraum
der Waldeidechse zwischen abgelagertem Holz (Warstein-Eickhof 17.5.1997). Foto: M. Schlüpmann.

Bei
Gefahr können Waldeidechsen auch durch oder ins Wasser flüchten und hier
sogar untertauchen, wie dieses Tier in einer Wagenspur. Dieses Bild
entstand direkt auf der Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz (Lipper
Nürr, Burbach, Kreis Siegen-Wittgenstein 27.7.1997). Foto: M. Schlüpmann.
Farbkleidanalysen
liegen bislang nur aus wenigen Regionen vor (Bußmann 1990). Melanotische
Formen ("var. nigra") wurden in Nordrhein-Westfalen noch nicht
oft beobachtet.
Zur
Unterscheidung der drei heimischen Eidechsenarten (Wald-, Zaun- und
Mauereidechse) siehe Rundbrief Nr. 28 April 2005 (Bestimmungshilfen:
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