
Zauneidechsen-Männchen.
Foto: Raimund Kirschbaum. Zauneidechsen-Weibchen (südl. von Paderborn 8.5.1997). Foto: Martin Schlüpmann.
Die
Eizeitigung, die als Schlüsselfaktor der Verbreitung herausgestellt wurde
(Nettmann & Rykena 1987), bestimmt offensichtlich auch die Verbreitung
in NRW. So sind in den höheren Lagen bevorzugt die mikroklimatisch günstigeren
Böden der Massenkalkzonen besiedelt. Möglicherweise ist unter dem Einfluss
zunehmender Kontinentalität die Höhenverbreitung im Westen anders als im
Osten Nordrhein-Westfalens. In den Mittelgebirgslagen ist sie aber heute
in weiten Bereichen sehr selten. Häufungen sind dort entlang der Flusstäler
und in den Kalkgebieten festgestellt worden. Höhenlagen über 300 m NN
werden zumindest im Süderbergland weitgehend gemieden. Doch lagen 48% der
Vorkommen im Kreis Olpe zwischen 300-390 m NN und ältere Mitteilungen
lassen auf noch höher gelegene Fundorte schließen (Fellenberg 1983).
Angaben zur Höhenverbreitung in NRW sind daher sehr erwünscht. Bei Höhenlagen
über 200 m NN sollte die genaue
Höhe des Fundortes vermerkt werden.

Da
für die Eiablage und -zeitigung auch das Substrat von erheblicher
Bedeutung ist, sollten gerade bei der Zauneidechse Angaben zu den
Bodenverhältnissen am Fundort notiert werden. Angaben, die über das im
Formblatt Abgefragte hinausgehen, sind durchaus willkommen.
Eine
populationsbiologische Untersuchung hat Glandt (1988) am Biologischen
Institut Metelen durchgeführt. Dennoch sind weitere Untersuchungen erwünscht.
Auch Einzeldaten zur Phänologie, z.B. zum jahres- und tageszeitlichen
Auftreten verschiedener Verhaltensweisen (Paarung, Eiablage) und zu den
Entwicklungsstadien (Eier, Schlupf, frisch geschlüpfte Jungtiere) sollten
notiert werden. Von besonderem Interesse sind Beobachtungen zu Gelegen und
zu den Eiablagesubstraten.

Lebensraum
der Zauneidechse am Rande eines Kalksteinbruches (südl. von Paderborn
8.5.1997). Foto: M. Schlüpmann.

Teilgelege
einer Zauneidechse im NSG Tester Berge nahe Dinslaken (Juni 1959).
Foto: Hans Grünwald.
In
einigen Regionen weisen Zauneidechsen (und Waldeidechsen) einen starken
Zeckenbefall auf. Bei gefangenen Tieren wäre es wünschenswert hierzu
Daten zu sammeln (z.B. Anzahl) und gegebenenfalls Zecken zu konservieren.
Zur
Unterscheidung der drei heimischen Eidechsenarten (Wald-, Zaun- und
Mauereidechse) siehe Rundbrief Nr. 28 April 2005 (Bestimmungshilfen:
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