
Springfrosch
aus dem Kottenforst bei Bonn (1981). Beachte das große Trommelfell und
die spitze Schnauze. Foto: M. Schlüpmann.
In der niederrheinischen Bucht um Bonn und Köln
sind Vorkommen des Springfrosches bekannt (Schlüpmann & Geiger
1998, 1999).
Die meisten Meldungen von Springfröschen
außerhalb dieses Areals in der Niederrheinischen Bucht hielten keiner Überprüfung
stand. Verwechslungen mit Gras- und Moorfröschen sind nicht selten.
Deshalb erscheint es bei Springfrosch-Nachweisen außerhalb der bekannten
Verbreitung notwendig diese fotografisch zu dokumentieren. Fotos der
Kopfregion, von oben und von der Seite (möglichst mit Trommelfell) sind
hier am sinnvollsten. Die sogenannte Fersenprobe ist kein hinlängliches
Merkmal. Bei solchen Springfrosch-Nachweisen sollte sich der Finder nach Möglichkeit
mit mir oder anderen mit allen drei Braunfröschen vertrauten Herpetologen
in Verbindung setzen. Undokumentierte und unbestätigte Nachweise werden
wir nicht berücksichtigen.
In Westfalen wurden bislang nur Einzeltiere
gefunden. Ein Einzelfund stammt aus Büren (Klewen 1981). Der Nachweis,
der später nie durch neuere Funde bestätigt wurde, rechtfertigt es
nicht, die Art als in Westfalen heimisch zu betrachten.

Springfrosch-Männchen
zur Laichzeit aus der Umgebung von Köln. Fotos: M. Schlüpmann.

Links:
Die Unterseite ist nahezu weiß. Rechts: Bei der Fersenprobe reicht die
Ferse bis weit über die Schnauzenspitze hinaus. Foto: M. Schlüpmann.

Laichballen
in typischer Art an Pflanzenstengel geheftet. Im Gegensatz zu Grasfrosch
und Moorfrosch legen Springfrösche ihre Laichballen nicht in größeren
Ansammlungen. Fotos: M. Schlüpmann.

Laichplatz
des Springfrosches westlich von Köln. Foto: M. Schlüpmann.
Durch die Untersuchungen von
Blab (1986) im
Kottenforst sind wir auch über die Populationsbiologie der rheinischen
Vorkommen einigermaßen informiert. Untersuchungen im Drachenfelser Ländchen
(Blab et al. 1991) haben einen hohen Anteil an Feldern und Wiesen im
Bereich von Springfrosch-Vorkommen ergeben. Präferiert werden lichte,
nicht zu feuchte Laubwälder und angrenzende frische Wiesen und Freiflächen.
Seichte und besonnte Uferabschnitte in stehenden und langsam fließenden
Gewässern dienen als Laichplätze (Blab et al. 1991).
Zur
Unterscheidung der drei Braunfrösche (Gras-, Moor- und Springfrosch)
siehe Rundbrief Nr. 28 April 2005 (Bestimmungshilfen: Pdf-Datei 3120 kB hier
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