
Die
meisten Moorfrösche zeigen einen hellen Streifen auf dem Rücken (links),
es treten aber nicht selten auch Tiere ganz ohne diesen Streifen auf
(rechts: Jungtier). Fotos: M. Schlüpmann.
Aus
dem nördlichen Rheinland und den Niederungen Westfalens sind nur noch
wenige Vorkommen bekannt. In Westfalen liegen die meisten Vorkommen im
westlichen Münsterland und im Mindener Flachland. Südlich der Lippe sind
nur sehr wenige Vorkommen bekannt geworden. Lebensräume sind in NRW vor
allem die Moorrandbereiche, Zwischen- und Niedermoore, anmooriges Grünland
in den Niederungen, während die Art in Niedersachsen und
Schleswig-Holstein ein weitaus größeres Spektrum an Habitaten besiedelt.


Moorfrosch
von der Unterseite. Rechts: Kopfseite. Beachte das kleine Trommelfell und
die Schnauzenspitze. Fotos: M. Schlüpmann.
Links:
Die Laichballen ähneln denen des Grasfrosches, sind aber kleiner. Rechts:
Abgestorbene und bereits verpilzte Laichballen. Foto: M. Schlüpmann.
Auch
bei dieser Art sollten nach Möglichkeit alle Funde und Vorkommen
registriert werden. Regelmäßige quantitative Kontrollen der Laichplätze
sind notwendig und am einfachsten über das Auszählen der Laichballen
Ende März bis Mitte April zu erreichen. Besonders ungestreifte Tiere können
Anlass zu Verwechselungen mit den anderen beiden Braunfröschen bieten.
Dank
verschiedener Untersuchungen am Biologischen Institut Metelen sind wir über
Gefährdung, Habitatansprüche, Lebensweise und Populationsbiologie dieser
Art vergleichsweise gut informiert (Büchs 1987a,b,
Hartung 1991), was
aber nicht heißen soll, dass diese Aspekte keiner Beachtung mehr bedürfen.
In
den ohnehin gering gepufferten und sauren oligo- und dystrophen Gewässern
kommt es durch SO2-Immissionen
zu einer weiteren Versauerung. Bei pH-Werten unter 4,3 sterben die
Embryonen in den Eiern ab, was durch die Schimmelpilze schnell sichtbar
wird. Es muss allerdings betont werden, dass nicht alle Laichverpilzungen
auf pH-Wert-Erniedrigungen zurückzuführen sind.
Zur
Unterscheidung der drei Braunfrösche (Gras-, Moor- und Springfrosch)
siehe Rundbrief Nr. 28 April 2005 (Bestimmungshilfen: Pdf-Datei 3120 kB hier
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