Die Amphibien und Reptilien in Nordrhein-Westfalen

Teil II.2 - Die Amphibien: Froschlurche

Laubfrosch (Hyla arborea)

letzte Aktualisierung: 24.01.2009

Laubfrosch-Weibchen (Hamm/Ahlen 3.9.2000). Die gefüllten Eierstöcke sind auf dem rechten Foto gut erkennbar. Beim in Mitteleuropa natürlich vorkommende Europäische Laubfrosch zieht sich der Flankenstreifen vom Kopf bis zur Hüfte, wo er eine typische Hüftschlinge aufweist (rechts). Foto: M. Schlüpmann.

Der Laubfrosch ist eine der selteneren Arten unseres Landes. Wie kaum eine andere Art sind die Bestände dieser in den Niederungen ehedem weit verbreiteten Art in vielen Landesteilen rapide zusammengebrochen. Besonders die Populationen im Rheinland sind dramatisch zusammengebrochen (Schall in Geiger & Niekisch 1983), während die westfälischen eher Anlass zur Hoffnung bieten. Immerhin hat er sich hier bereits aus dem Sauerland und seinen Randzonen zurückgezogen (Schlüpmann & Geiger 1998, 1999). Vom Laubfrosch sollen möglichst alle Vorkommen erfasst und dokumentiert werden. In den letzten Jahren hat die Art große Aufmerksamkeit im Naturschutz erlangt (Projekt "Ein König sucht sein Reich"). 

 

Links: Laubfrosch, auf einem Schilfblatt sich sonnend. Rechts: Rufendes Männchen (rechts). Fotos: M. Schlüpmann.

Laubfrosch-Weibchen (links) und Männchen mit dunklerer Bauchseite und dunkler Kehle (rechts). Fotos: M. Schlüpmann.

Die Art ist am einfachsten und wirkungsvollsten über die rufenden Tiere von Mai-Juli nachzuweisen. Die enorme Lautstärke ermöglicht das Auffinden von Populationen über mehrere hundert Meter.

Über die Habitatansprüche, über Lebensweise, Populationsbiologie und Morphometrie ist aus NRW bislang nur wenig bekannt. Hier gilt es Wissenslücken zu schließen.

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