
Laubfrosch-Weibchen
(Hamm/Ahlen 3.9.2000). Die gefüllten Eierstöcke sind auf dem rechten
Foto gut erkennbar. Beim in Mitteleuropa natürlich vorkommende
Europäische Laubfrosch zieht sich der Flankenstreifen vom Kopf bis zur
Hüfte, wo er eine typische Hüftschlinge aufweist (rechts). Foto: M.
Schlüpmann.
Der
Laubfrosch ist eine der selteneren Arten unseres Landes. Wie kaum eine
andere Art sind die Bestände dieser in den Niederungen ehedem weit
verbreiteten Art in vielen Landesteilen rapide zusammengebrochen.
Besonders die Populationen im Rheinland sind dramatisch zusammengebrochen
(Schall in Geiger &
Niekisch 1983), während die westfälischen eher
Anlass zur Hoffnung bieten. Immerhin hat er sich hier bereits aus dem
Sauerland und seinen Randzonen zurückgezogen (Schlüpmann & Geiger
1998, 1999). Vom Laubfrosch sollen möglichst alle
Vorkommen erfasst und dokumentiert werden. In den letzten Jahren hat die
Art große Aufmerksamkeit im Naturschutz erlangt (Projekt "Ein König
sucht sein Reich").


Links:
Laubfrosch, auf einem Schilfblatt sich sonnend. Rechts: Rufendes Männchen
(rechts). Fotos: M.
Schlüpmann.

Laubfrosch-Weibchen
(links) und Männchen mit dunklerer Bauchseite und dunkler Kehle (rechts).
Fotos: M.
Schlüpmann.
Die
Art ist am einfachsten und wirkungsvollsten über die rufenden Tiere von
Mai-Juli nachzuweisen. Die enorme Lautstärke ermöglicht das Auffinden
von Populationen über mehrere hundert Meter.
Über
die Habitatansprüche, über Lebensweise, Populationsbiologie und
Morphometrie ist aus NRW bislang nur wenig bekannt. Hier gilt es Wissenslücken
zu schließen.