
Kreuzkröten
aus der Soester Börde, man beachte den schwefelgelben Strich auf dem
Kreuz (Name!); links das Tier sondert deutlich erkennbar weißliche
Drüsensekrete ab (1998), rechts 2 Tiere, die unter einem Blech saßen
(19.6.1999) Fotos:
Martin Schlüpmann.
Die
höheren Lagen von NRW sind nicht besiedelt. In den Randzonen der
Mittelgebirgsregionen liegen die höchsten Vorkommen. Nur sehr wenige
Nachweise sind aus dem Süderbergland bekannt (Belz 1982, Schlüpmann 1984,
1995).

Die
Kreuzkröten lassen sich anhand der rufenden Männchen und anhand
abgelegter Laichschnüre relativ gut erfassen und ihre Populationsstärken
relativ gut abschätzen. Als typischer Pionierbesiedler lebt die Kreuzkröte
an vielen Standorten nur über einen begrenzten Zeitraum, schafft aber
selbst im dichtbesiedelten Ballungsraum immer wieder die Besiedlung neuer
Industriebrachen und Bergehalden, die neben Abgrabungsflächen aller Art
(Kiesgruben, Ziegeleien, Steinbrüche) zu den wichtigsten Lebensräumen zählen.
Ein Verbreitungsschwerpunkt ist heute das Ruhrgebiet und das Rheintal (Klewen 1988,
Kordges et al. 1989, Kronshage et al.
1994, Schlüpmann
& Geiger 1998 u.a.).

Kreuzkröte
graben sich in lockerem Boden ein, hier ein Tier das unter einer
Steinplatte eine Höhlung gegraben hatte (Steinbruch bei Warstein 1997).
Foto: Martin Schlüpmann.

Kreuzkröten-Paar
im Laichplatz (Duisburg, Mai 2004). Foto: Martin Schlüpmann.

links:
Laichschnüre der Kreuzkröte, hier ausnahmsweuise zwischen Pflanzen,
liegen zumeist auf dem Boden (Veltheim bei Porta Westfalica, Kr. Minden
3.6.2002). rechts: Die Kreuzkröte laicht in temporären Flachgewässern
(Wasserlachen). Hier besteht stets die Gefahr der Austrocknung. Reste der
Laichschnüre (Eier) sind auf der Schlammkruste deutlich erkennbar
(Sandsteinbruch nördl. Warburg-Wrexen, Kr. Höxter (15.6.1997). Fotos:
Martin Schlüpmann.

links:
frisch geschlüpfte Kreuzkröten-Larven auf überflutetenen Blättern des
Wolfstrapp (bei Soest, 3.6.2000); links: die flachen Pfützen werden oft
von einer großen Anzahl Larven besiedelt (Kalksteinbruch östl. Warstein
31.5.1997). Fotos:
Martin Schlüpmann.

Die
Kauquappen entwickeln sich in 4-6 Wochen und die jungen Kreuzkröten
verlassen das Wasser als wenige mm große Jungkröten (Oberhausen, Juli
2003). Foto: Martin Schlüpmann
Mehrere
Populationsstudien aus NRW liegen vor (Niekisch 1982,
Sauer 1988).