
Gelbbauchunke
aus der Soester Börde, Westfalen

An
Land nehmen die Unken bei Gefahr eine typische Abwehrstellung ein
(Kahnstellung). Ein Teil der grell gefärbten Unterseite wird sichtbar
(Soester Börde 1.7.2001).
Fotos: Martin Schlüpmann
Unterseite eines Gelbbauchunken-Weibchens aus dem westfälischen
Weserbergland. Foto: M. Schlüpmann
Die
Art kommt bei uns nur in den südlichen Landesteilen vor und auch dort nur
sehr lückenhaft. Die historische und rezente Verbreitung in den Börden
der Niederrheinischen Bucht, im Bergischen Land, im Nordwestsauerland, in
den Hellwegbörden und dem Weserbergland wird ausführlich bei Schlüpmann
(1996) dargestellt und kausal interpretiert.

In
weiten Bereichen des Süderberglandes fehlt sie und war dort vermutlich
nie heimisch. In Westfalen beschränkt sich das Vorkommen heute auf wenige
Populationen im östlichen Hellweg und im nördlichen Weserbergland. Kaum
eine andere Art zeigt einen derart starken Rückgang (Schlüpmann &
Geiger 1999). Relativ stabile Populationen sind nur noch aus
dem Siegburger Raum bekannt. In allen ehemaligen Verbreitungsgebieten ist
die Gelbbauchunke vom Aussterben bedroht. Jeder Nachweis ist von großem
Interesse. Im Rahmen der Kartierung sollen nach Möglichkeit auch alle
alten Vorkommen überprüft werden.
Die
Art ist für populationsbiologische Untersuchungen gut geeignet.
Entsprechende Daten liegen aus dem Kottenforst bei Bonn (Blab 1978), dem
Siegburger Raum vor (Niekisch 1990), dem Drachenfelser Ländchen (Hoß
unveröff.) und aus den wenigen westfälischen Populationen vor (Schlüpmann
unveröff.).

Typischer
Lebensraum der Gelbbauchunke, die vor allem in vegetationsarmen,
temporären Kleinstgewässern (hier wassergefüllten Wagenspuren) laicht
(Soester Börde 2002). Foto: M. Schlüpmann.
Zusammenfassung
eines Vortrages vor der 26. Jahrestagung (19.03.2002) der Arbeitsgemeinschaft für
biologisch-ökologische Landeserforschung e. V. in Münster: Ist
die Gelbbauchunke (Bombina variegata) in Nordrhein-Westfalen noch
zu retten? Zur Situation und Biologie einer Amphibienart am Rand ihrer
Verbreitung. Hier
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Kurzer
Text zur Gelbbauchunke in NRW hier online abrufbar:
Schlüpmann, M. & B. Königs,
B. (2006): Die Gelbbauchunke. Pionier auf
dem Rückzug. - Naturschutz in Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 17
(1): 18. Und online im Internet: URL: http://www.herpetofauna-nrw.de/PDF/natnw106_Gelbbauchunke.pdf
(Herpetofauna Nordrhein-Westfalen) pdf:
487 kB
Weitere Informationen in den Rundbriefen
des Arbeitskreises Nr. 21, 24, 25, 26.