
Herpetofauna
von Nordrhein-Westfalen
Martin
Schlüpmann
letzte
Aktualisierung:
30.01.2012

Inhalt
Einleitung
Ziele
Vorgeschichte
Bearbeitungsstand
Zukunft
Erwähnte
Literatur
Arbeitspapiere
auf eigener Seite

Der
Arbeitskreis Amphibien und Reptilen in Nordrhein-Westfalen kartiert und
erforscht seit langem die Amphibien- und Reptilienfauna (Herpetofauna)
unseres Landes. Im Rahmen eines Projektes, das im Frühjahr 1993 begonnen
wurde, untersuchen ca. 430 ehrenamtliche Mitarbeiter und Informanten im
ganzen Land die Bestände der Amphibien und Reptilien.
Träger
des Projektes sind die Arbeitsgemeinschaft biologisch-ökologische
Landeserforschung e.V. (ABÖL) mit Sitz in Münster, der unser
Arbeitskreis offiziell angeschlossen ist, und die Landesanstalt für
Ökologie, Bodenordnung und Forstplanung (LÖBF) in Recklinghausen, die
das Projekt organisatorisch unterstützt.
Als
wichtigste Ziele der Herpetofauna NRW sind zu nennen:
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Noch
um 1975 waren allenfalls 10 Personen in
Westfalen mit der Erfassung und systematischen Bestandserhebungen
einheimischer Arten befasst, im Rheinland waren noch weniger. In
der Zwischenzeit hat die Popularität der Amphibien und Reptilien
erheblich zugenommen. Hinzu kommt, dass die seit einigen Jahren
stattfindenden Schutzaktionen für wandernde Amphibien an und auf Straßen
eine ungeahnte Popularität erreicht haben. Das gewachsene Interesse äußert
sich nicht zuletzt in einer immer größer werdenden Anzahl von Veröffentlichungen.
1995 zählte ich 1180 Veröffentlichungen mit Inhalten zur Amphibien- und
Reptilienfauna des Landes, davon stammten 1019 allein aus einem Zeitraum
seit 1980 (Schlüpmann et al. 1995).
Nach
1977 wurde die erste westfälische Kartierung auf Basis umfangreicher
Vorarbeiten der kleinen Arbeitsgruppe um Dr. Reiner
Feldmann, wenig später die
rheinische Kartierung, die immerhin auf Voruntersuchungen von Dieter
Glandt zurückgreifen konnte, begonnen. Bereits wenig später konnten
beide Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. 1981
erschien die westfälische (Feldmann 1981), 1983 die rheinische
Herpetofauna (Geiger & Niekisch 1983).
In der Zwischenzeit haben sich die Arbeitskreise der beiden Landesteile
zusammengetan. Das erste gemeinsame Treffen fand 1987 in Hagen statt.
Seitdem wurden alljährlich gemeinsame Treffen veranstaltet. 1992 haben
wir uns endgültig unter der Trägerschaft der Arbeitsgemeinschaft
biologisch-ökologische Landeserforschung e.V. (ABÖL) zu einem
nordrhein-westfälischen Amphibien- und Reptilien-Arbeitskreis
zusammengeschlossen. Der neu formierte Arbeitskreis hat 1993 mit einer
landesweiten Kartierung und Bestandsaufnahme der Amphibien- und
Reptilienfauna begonnen (Arbeitskreis
Amphibien und
Reptilien NRW 1993a, b). Auf dem Jahrestreffen am 1. November 1992 in der
Stadthalle Hagen wurde das geplante Arbeitskreisprojekt offiziell bekannt
gegeben.
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Das
Projekt ist bereits weit fortgeschritten. Die
ersten beiden oben genannten Ziele sind in der Zwischenzeit erreicht und
die Ergebnisse sind bereits publiziert und können nachgelesen werden
(vgl. Arbeitskreis Amphibien
und Reptilien
NRW 1994, Geiger et al.
1994, Geiger 1997, Schlüpmann
& Geiger 1998, 1999).
Auch auf den folgenden Seiten sind dazu verschiedene Informationen zu
finden.
Das dritte, anspruchvolle Ziel bedarf noch
einiger Bemühungen. Umfangreiche Vorarbeiten sind bereits abgeschlossen.
Derzeit (November 2001) werden erste weiterreichende EDV- Auswertungen der mehr als 60.000 Datensätze
vorbereitet.
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Zwar
hat das aktuelle Kartierungsprojekt einen vorläufigen Abschluss
gefunden, doch werden auch weiterhin Kartierungen und Bestandsaufnahmen,
ohne die Entwicklungen kaum erkennbar sind und ein effektiver Schutz nicht
möglich ist, durchgeführt. Allerdings wird in Zukunft, neben der
flächendeckenden Kartierung, verstärkt ein gezieltes Monitoring der
Arten und ihrer Lebensräume angestrebt. Erste Vorüberlegungen und
Konzepte wurden bereits erarbeitet.
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Arbeitskreis
Amphibien und
Reptilien NRW (1993a):
Anleitung zur Erfassung der Amphibien und Reptilien in
Nordrhein-Westfalen. - Recklinghausen (Selbstverlag), 20 S.
Arbeitskreis
Amphibien und
Reptilien NRW (1993b):
Herpetofauna NRW 2000. - LÖLF-Mitteil., Recklinghausen 18 (4): 48-53.
Arbeitskreis
Amphibien und
Reptilien NRW (1994):
Arbeitsatlas zur Verbreitung der Amphibien und Reptilien in
Nordrhein-Westfalen. - Recklinghausen (Selbstverlag), 52 S.
Geiger,
A. (1997): Herpetofauna NRW 2000. - Ein Zwischenbericht zum
Kooperationsprojekt zwischen LÖBF, ABÖL und den Mitgliedern des
Arbeitskreises Amphibien und Reptilien NRW. - LÖBF-Jahresber. 1996,
Recklinghausen 1997: 116-120.
Geiger,
A. & M. Niekisch, Hrsg.
(1983): Die Lurche und Kriechtiere im Nördlichen Rheinland - Vorläufiger
Verbreitungsatlas.- Neuss, 168 S.
Geiger,
A., M. Schlüpmann & A. Kronshage
(1994): Verbreitung und Situation der Kreuzkröte in Nordrhein-Westfalen.
- Ber. d. Landesamtes Umweltschutz
Sachsen-Anhalt, Halle 14: 28-29.
Schlüpmann,
M. (1996): Die Gelbbauchunke (Bombina
v. variegata) in Nordrhein-Westfalen. - Naturschutzreport, Jena 11:
113-130.
Schlüpmann,
M. & A. Geiger (1998):
Rote Liste der in Nordrhein-Westfalen gefährdeten Kriechtiere (Reptilia)
und Lurche (Amphibia). - Schriftenr. d. LÖBF (im Druck).
Schlüpmann,
M., A. Kronshage & A. Geiger
(1996): Bibliographie zur Herpetofauna Nordrhein-Westfalens. - Z. f.
Feldherpetologie, Magdeburg 2: 97-220.
